Die Zuwanderung in die Schweiz sinkt, doch zeitgleich lösen immer mehr Ausländer Schweizer als Führungskräfte ab. Ein Paradoxon, das sich gut erklären lässt.
Corinna Clara Röttker
Gefragte Ausländer (im Uhrzeigersinn) : Stéphane Maquaire (Manor), Severin Schwan (Roche), Vas Narasimhan (Novartis), Jacques Mignault (McDonald’s Schweiz), Tidjane Thiam (Credit Suisse), Mark Schneider (Nestlé). zVg
«Wir haben zahlreiche innovative und internationale Unternehmen in der Schweiz, unser Wirtschaftspotenzial aber können wir nicht mit unseren Ressourcen an Humankapital ausschöpfen», erklärt Guido Schilling. «Der Pool an inländischen Arbeitnehmern ist schlicht zu klein.» Entsprechend sind Ausländer an der Spitze von Unternehmen unentbehrlich und ist die Schweiz auf die Migration exzellenter Führungskräfte aus dem Ausland angewiesen, «als Ergänzung zur eigenen Nachwuchsarbeit».