Das sind die Mitstreiter und Gegenspieler von Pierre-Yves Maillard
Der starke Mann des Waadtlandes, Pierre-Yves Maillard, kehrt auf die nationale Bühne zurück: als oberster Gewerkschafter und Nationalrat.

Die Mitstreiter:
Sie waren das starke Duo der Waadtländer Regierung: Maillard und der FDP-Finanzdirektor Pascal Broulis. Das unzertrennliche Duo erhielt den Übernamen «Brouillard et Malice», Nebel und Schlauheit. Gemeinsam haben sie den Schuldenberg abgebaut, Sozialreformen durchgeboxt – und den Kanton wieder auf die Wachstumsstrasse geführt. Und sie haben trotz aller politischer Unterschiede und «harter interner Kämpfe», wie Maillard betont, immer wieder Kompromisse gefunden, etwa bei der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III.

Die Mitstreiter:
Sie waren das starke Duo der Waadtländer Regierung: Maillard und der FDP-Finanzdirektor Pascal Broulis. Das unzertrennliche Duo erhielt den Übernamen «Brouillard et Malice», Nebel und Schlauheit. Gemeinsam haben sie den Schuldenberg abgebaut, Sozialreformen durchgeboxt – und den Kanton wieder auf die Wachstumsstrasse geführt. Und sie haben trotz aller politischer Unterschiede und «harter interner Kämpfe», wie Maillard betont, immer wieder Kompromisse gefunden, etwa bei der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III.
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Seit Mai führt Maillard mit Daniel Lampart den Gewerkschaftsbund (SGB). Seitdem reden die Sozialpartner wieder miteinander.
Keystone
Seit Mai führt Maillard mit Daniel Lampart den Gewerkschaftsbund (SGB). Seitdem reden die Sozialpartner wieder miteinander.
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Mit Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt, dessen «industrielle Erfolgsgeschichte» Maillard gefällt, hat er bereits zwei Kompromisse ausgehandelt: eine Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose sowie einen Reformvorschlag für die 2. Säule. Als Maillard zwischen 1999 und 2004 im Nationalrat sass, war er eher ein Einzelkämpfer – auch innerhalb seiner Partei.
Keystone
Mit Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt, dessen «industrielle Erfolgsgeschichte» Maillard gefällt, hat er bereits zwei Kompromisse ausgehandelt: eine Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose sowie einen Reformvorschlag für die 2. Säule. Als Maillard zwischen 1999 und 2004 im Nationalrat sass, war er eher ein Einzelkämpfer – auch innerhalb seiner Partei.
Keystone
Paul Rechsteiner, sein Vorgänger an der SGB-Spitze, war der Einzige, der Maillard von Anfang an beim Referendum gegen das Elektrizitätsmarktgesetz unterstützte, das 2002 an der Urne klar abgelehnt wurde.
Keystone
Paul Rechsteiner, sein Vorgänger an der SGB-Spitze, war der Einzige, der Maillard von Anfang an beim Referendum gegen das Elektrizitätsmarktgesetz unterstützte, das 2002 an der Urne klar abgelehnt wurde.
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Menschlich gut verstand er sich mit Dominique de Buman (CVP) ...
Keystone
Menschlich gut verstand er sich mit Dominique de Buman (CVP) ...
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... sowie den Bauernvertretern Hansjörg Walter (SVP) ...
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... sowie den Bauernvertretern Hansjörg Walter (SVP) ...
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... und Marcel Sandoz (FDP).
Keystone
... und Marcel Sandoz (FDP).
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Wenn er nun – niemand zweifelt an seiner Wahl – nach Bundesbern zurückkehrt, gehört er von Anfang an zu den SP-Schwergewichten zusammen mit Parteichef Christian Levrat.
Keystone
Wenn er nun – niemand zweifelt an seiner Wahl – nach Bundesbern zurückkehrt, gehört er von Anfang an zu den SP-Schwergewichten zusammen mit Parteichef Christian Levrat.
Keystone
Die Gegenspieler:
Wie alle Linken kämpft Maillard gegen die SVP: «Die Schweiz von Christoph Blocher gleicht einem Friedhof der Ideen und Perspektiven», sagte er etwa 1992 nach dem EWR-Nein.

Die Gegenspieler:
Wie alle Linken kämpft Maillard gegen die SVP: «Die Schweiz von Christoph Blocher gleicht einem Friedhof der Ideen und Perspektiven», sagte er etwa 1992 nach dem EWR-Nein.

Aber er legt sich auch immer wieder mit dem eigenen Lager an – im Waadtland mit Josef Zisyadis’ Partei der Arbeit, national mit Parteifreunden.
Keystone
Aber er legt sich auch immer wieder mit dem eigenen Lager an – im Waadtland mit Josef Zisyadis’ Partei der Arbeit, national mit Parteifreunden.
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So geriet Maillard früher mehrmals mit der heutigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga aneinander: bei seinem Kampf für die Einheitskasse oder seinem Widerstand bei der Strommarktliberalisierung. Maillard lehnt – anders als Sommaruga, ihr Vorgänger Moritz Leuenberger und Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm – beim Service public jegliche Marktlogik ab.
Keystone
So geriet Maillard früher mehrmals mit der heutigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga aneinander: bei seinem Kampf für die Einheitskasse oder seinem Widerstand bei der Strommarktliberalisierung. Maillard lehnt – anders als Sommaruga, ihr Vorgänger Moritz Leuenberger und Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm – beim Service public jegliche Marktlogik ab.
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Suspekt ist ihm auch der «Dritte Weg» des englischen Premiers Tony Blair oder des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Gegen Parteikollege Alain Berset (Bild) verlor Maillard 2011 die Bundesratswahl. Ihr Verhältnis gilt als distanziert, auch weil sie sich immer wieder in Abstimmungskämpfen gegenüberstanden: Maillard gewann beim Referendum zu Managed Care, Berset beim Kampf gegen die Einheitskasse.
Keystone
Suspekt ist ihm auch der «Dritte Weg» des englischen Premiers Tony Blair oder des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Gegen Parteikollege Alain Berset (Bild) verlor Maillard 2011 die Bundesratswahl. Ihr Verhältnis gilt als distanziert, auch weil sie sich immer wieder in Abstimmungskämpfen gegenüberstanden: Maillard gewann beim Referendum zu Managed Care, Berset beim Kampf gegen die Einheitskasse.
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Bei diesem Thema traf er auch immer wieder auf die Chefs von Helsana oder CSS, auf Daniel Schmutz (Bild) respektive Philomena Colatrella, oder auf ...
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Bei diesem Thema traf er auch immer wieder auf die Chefs von Helsana oder CSS, auf Daniel Schmutz (Bild) respektive Philomena Colatrella, oder auf ...
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... den ehemaligen Gesundheitspolitiker und Kassenverbandsvertreter Ignazio Cassis (Bild). Nun streitet er mit Bundesrat Cassis und dessen Staatssekretär Roberto Balzaretti über den EU-Rahmenvertrag.
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... den ehemaligen Gesundheitspolitiker und Kassenverbandsvertreter Ignazio Cassis (Bild). Nun streitet er mit Bundesrat Cassis und dessen Staatssekretär Roberto Balzaretti über den EU-Rahmenvertrag.
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Maillards Gegenkandidatin fürs SGB-Präsidium war SP-Nationalrätin Barbara Gysi.
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Maillards Gegenkandidatin fürs SGB-Präsidium war SP-Nationalrätin Barbara Gysi.
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