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Abu Dhabi: Schmelztiegel zweier Welten

Das reichste Emirat am Arabischen Golf zeigt, was sich mit Geld alles machen und wie sich Reichtum zur allgemeinen Zufriedenheit der Bevölkerung einsetzen lässt.

Claus Schweitzer

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Es ist nicht unbedingt Bescheidenheit, wodurch Abu Dhabi glänzt. Doch ver­glichen mit dem kleineren Emirat ­Dubai, steht in Abu Dhabi mehr die nachhaltige Entwicklung und weniger der Zwang zum Rekordebrechen im Mittelpunkt. Auf die Ausrufezeichen des lauten Nachbarn (Der höchste Wolkenkratzer! Die tropischste Skipiste! Die grössten Retorteninseln!) reagiert das reichste arabische Fürstentum zwar mit ähnlich ehrgeizigen Tourismusprojekten, realisiert diese aller­dings gelassen und mit sorgsam durchdachtem Masterplan.

Die Zufriedenheit der rund 800  000 Expats ist recht hoch – bezahlt wird weit besser als im Heimatland. In qualifizier­ten Berufen sind mehrheitlich Europäer, Amerikaner und Australier beschäftigt. Sie und ihre Familien geniessen einen hohen Lebensstandard in einem multikulturellen Land. Touristen kommen mit den Nationals, den Einheimischen, nur sehr selten in Kontakt, da nahezu alle touristischen Dienst­leistungen von Ausländern erbracht werden. Es ist die Magie des neoarabischen Lebensstils, welche die Besucher fasziniert, das Nebeneinander von traditioneller islamischer Kultur und glitzern­dem Business-Hub.

Im üppig begrünten und beleuchteten Abu Dhabi leben Menschen aus mehr als 150 verschiedenen Nationen – kein Wunder, dass auch in den Restaurants verschiedenste Küchen der Welt vertreten sind. Die Auswahl ist riesig, die Qualität hervorragend, und aus diversen Gründen – wie Alkohol­lizenz und angegliederte Freizeitmöglichkeiten – befinden sich die meisten in den grossen Hotels.

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Alleine im «Hilton» gibt es neun Restaurants, darunter das beliebte ita­lienische BiCE und das libanesische Mawal – zu späterer Stunde ist hier The Jazz Bar and Dining ein guter Anlaufpunkt. Im Beach Rotana Hotel in der sogenannten Tourist Club Area locken unter anderem das indische Indigo und das polynesische Trader Vic’s. Sehr sympathisch ist das Thai-Restaurant Fishmarket im Hotel InterContinental.

Am spektakulärsten speist und wohnt man im Emirates Palace (zwölf Res­taurants, darunter das Seafood-Lokal Sayad). Es ist das bekannteste Hotel der Stadt und so unvorstellbar gross, dass man es als Hotelgast eigentlich nie zu verlassen braucht. Wem überschaubare Strukturen lieber sind, der wird sich im Shangri-La oder im brand­neuen The Yas wohler fühlen.

Hotels: 
The Yas, www.theyashotel.com, DZ ab 220 Franken

Lunch:
Mawal, im Hilton International, Corniche Road, Tel. (+971 02) 681 1900, www.hilton.ch
Indigo und Trader Vic’s, beide im Beach Rotana Hotel, Tourist Club Area, Tel. 697 9000, www.rotana.com

Dinner:
BiCE und The Jazz Bar and Dining, beide im Hilton International, Corniche Road, Tel. 681 1900, www.hilton.ch
Fishmarket, im Hotel InterContinental, Khalidiya Street, Tel. 666 6888, www.intercontinental.com

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