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Meinung

Nichts gegen Greta Gysin und Raphaël Mahaim, aber ...

... sie offenbaren ein Wirtschaftsverständnis, das Naivität, Selbstüberschätzung und eine Portion von Wohlstandsverwahrlosung kombiniert.

Dirk Schütz

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Die Tessiner Nationalrätin Greta Gysin und der Waadtländer Nationalrat Raphaël Mahaim. Regina Vetter für BILANZ
Die beiden grünen Nationalräte haben Strafanzeige wegen der Trump-Geschenke der Oval-Office-Milliardäre von Fredy Gantner bis Johann Rupert eingereicht – derartige Attacken kann sich vor allem leisten, wer den Schweizer Wohlstand als gottgegeben ansieht.
Da haben sich die Wirtschaftsführer über Wochen für den 15-Prozent-Deal eingesetzt, mit Gantner an der Spitze, und schliesslich mit ihrem geschickten Vorgehen der Schweizer Exportwirtschaft satte Milliardeneinbussen erspart. Und wie danken es die Parlamentarier, im Schulterschluss mit den Juso? Sie lassen eine Strafanzeige in die Briefkästen der Verhandler flattern. Gewiss, die Rolex-Tischuhr oder der personalisierte Goldbarren entsprechen kaum dem heimischen Empfinden von Stil und Angemessenheit. Doch zur minutiösen Vorbereitung des Treffens gehörte eben auch die Erkenntnis, dass ein persönliches Geschenk an den Präsidenten am Beginn des Gesprächs elementar für jede Art von Erfolg ist. Und dass der grosse Weltenlenker es goutieren muss.
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