Zu langsam für neue Technologien geöffnet
Bislang hat sich Buffett hauptsächlich eher Versicherungen, Industriekonzernen und grossen Konsumgüterkonzernen zugewandt. Sein bisher einziger namhafter Ausflug in die Technologiewelt war bislang nicht von grossem Erfolg gekrönt. Die Beteiligung an IBM entwickelt sich eher mau - der Verlust für Buffett beläuft sich derzeit auf 1,6 Milliarden Dollar. «Buffett hat sich bislang immer von Sachen zurückgehalten, die er nicht kennt oder nicht versteht», urteilt Richard Cook, Mitgründer der Investmentgesellschaft Cook & Bynum, die selbst bei Berkshire engagiert ist. Auf dem jährlichen Aktionärstreffen seiner Firma in Omaha räumte der Star-Investor dennoch vor kurzem ein, sich zu langsam für neue Technologien geöffnet zu haben.
Ob ausgerechnet Apple das richtige ist, daran scheiden sich derzeit die Investoren-Geister. Während die einen immer noch voll des Lobes sind, ziehen sich andere zurück. So verkaufte der Investor Carl Icahn Ende April seinen kompletten Anteil wegen zu grosser Risiken im China-Geschäft. Zuletzt war die Erfolgsserie von Apple gerissen:
Erstmals überhaupt ging der iPhone-Absatz zurück. Zugleich erlitt der US-Konzern zu Jahresbeginn das erste Umsatzminus seit 13 Jahren. Daraufhin zog der Google-Mutterkonzern Alphabet an der Börse wieder an Apple vorbei. Die Aktien seien unglaublich preiswert, sagt denn auch Steve Wallman von der Beratungsgesellschaft Wallman Investment Counsel. Zudem sitze Apple auf einem Berg Bargeld - zwei Pluspunkte für Buffett.