Skepsis an den Einhörner
Angefangen hatte der «Tech-Sturm» im vergangenen Jahr mit steigender Skepsis an Start-ups, die noch nicht an der Börse kotiert sind. Lange Zeit hatten Investoren diese Unternehmen mit Geld überschüttet, doch dann drehte die Stimmung.
Das Potenzial der «Unicorns» (Einhörner) genannten Hoffnungsträger wurde auf einmal kritisch hinterfragt.
Als «Unicorns» werden (meist Tech-)Firmen bezeichnet, die abseits der Börse eine Marktbewertung von über einer Milliarde Dollar haben. Prominente Beispiele sind Uber, Airbnb, oder Snapchat. Ein Raunen ging durch den Markt, als eines dieser Einhörner - der Bezahldienst Square von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey - beim Börsengang im Herbst deutlich niedriger bewertet wurde als vorher in einer Finanzierungsrunde für Investoren.
Auch bei anderen Unternehmen schauten Geldgeber plötzlich genauer hin. So korrigierte die grosse Fondsgesellschaft Fidelity den Wert ihres Investments bei der Foto-App Snapchat um einen Viertel nach unten. Anlegern wurde bewusst, dass vielleicht nicht alle der hochgehandelten Tech-Perlen ihre Wachstumsversprechen erfüllen werden.