Handy und Cloud als Kartenfresser
Seit Jahren wird daran gewerkelt, dass mehrere Plastikkarten auf dem Handy in einer digitalen Geldbörse (Wallet) abgelegt werden. Beim Zahlen entscheidet man dann einfach, welche Karte man verwendet. Je nach Kartenanbieter und Bank gibt es dafür aber so viele verschiedene Lösungen, dass sich bisher keine Lösung als Standard durchsetzen konnte.
Die Wallets von Google und Apple, die sich im Ausland grosser Beliebtheit erfreuen, lassen sich in der Schweiz noch nicht nutzen. Neuster Trend ist, dass die Kreditkartendaten nicht mehr auf dem Handy, sondern in der Cloud abgelegt werden. Dann lässt sich mit jedem Gerät, das sich mit dem Internet verbinden kann, zahlen. Futuristische Zahlgeräte wie Smartwatch und Schmuckstücke lassen sich so einfach nutzen. An der kommenden Olympiade sollen erste Sportler so mit einem Fingerring zahlen können.
Eine weitere Alternative sind
Handy-Zahlapps wie Twint und Paymit. Auch Migros hat inzwischen eine eigene Zahl-App lanciert. Dabei erfolgt die Abrechnung entweder via Kreditkarte oder direkt über das Bank- oder Postkonto. Twint lässt sich sogar via Bargeld und Gutschein aufladen.
Der Zahlvorgang wird im Laden drahtlos per Bluetooth oder mittels eines auf dem Handy angezeigten Punktecodes (QR) übertragen. Die Nutzer von Twint können sich auch direkt in der App Geld überweisen. Twint und Paymit wollen nun ihre Apps vereinen, was dem Konsumenten die Wahl einfacher macht.