Nach dem
Votum der Briten zum EU-Austritt zeichnen Ökonomen düstere Prognosen. Grossbritannien büsse am meisten ein, doch auch die deutsche Wirtschaft werde getroffen. Allerdings könnten auch Investitionen und Arbeitsplätze von der Insel auf den Kontinent wandern.
Nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt
erwarten Ökonomen gravierende wirtschaftliche Einbussen in Europa. Am schmerzhaftesten werde der Brexit die Briten selbst treffen, urteilte die Bertelsmann-Stiftung. «Es ist eine Situation, in der alle verlieren, die EU-Mitgliedsländer und ganz besonders dramatisch Grossbritannien», sagte Andreas Esche, Leiter des Wirtschaftsbereichs der Stiftung, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Blieben die EU-Länder bei ihrem angekündigten harten Kurs gegen die ausstiegswilligen Briten, zeichne sich eine Abschottung ab, die die britische Wirtschaft bis ins Jahr 2030 mehr als 300 Milliarden Euro kosten könnte. Isoliere sich Grossbritannien in Handelsfragen komplett, könnte auch Deutschlands Wirtschaft Verluste von insgesamt mehr als 55 Milliarden Euro einstecken müssen.