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Egoshooter sind out, selbstlose Manager in

Das Coronavirus verändert auch die Führungskulturen radikal. Besonders vorbildlich: Indische CEOs.

Dirk Schütz

Satya Nadella ( Microsoft, oben), Vas Narasimhan (Novartis), Sundar Pichai (Google), Arvind Krishna (IBM), von links.
«Purpose vor Profit», lautet das Mantra in Corona-Zeiten – besonders verkörpert durch indischstämmige CEOs: Vas Narasimhan (Novartis), Sundar Pichai (Google), Arvind Krishna (IBM), Satya Nadella ( Microsoft), von links. Lucia Hunziker / 13 Photo, Carsten Koall, / Getty Images, Visually Attractive, Inc., Jamel Toppin/The Forbes Collection / Getty Images
Der Chef gab sich mitfühlend. «Vieles ist unbekannt, und ich weiss, wie beunruhigend und unsicher sich das anfühlt», schrieb Satya Nadella auf dem Netzwerk LinkedIn, das praktischerweise dem Softwareriesen Microsoft gehört, den Nadella seit sechs Jahren führt. «Ich selbst mache mir Sorgen um die Gesundheit und Sicherheit meiner Familie, meiner Mitarbeiter und Freunde. Meine Frau und ich machen uns Sorgen um ihre alternden Eltern, die weit weg von uns in Indien sind. Ich sehe den Kampf in unserer örtlichen Gemeinde und in der ganzen Welt, die leeren Strassen und Restaurants, und ich frage mich, wann unser soziales Gefüge wiederhergestellt sein wird.»
Mehr Anteilnahme geht kaum – auch in der Krise trifft der Mann, der in der südindischen Stadt Hyderabad als Sohn eines Staatsangestellten aufwuchs und als 21-Jähriger mit einem Bachelor-Abschluss als Elektroingenieur in die USA kam, den richtigen Ton. Die chaotische Situation in seinem Heimatland verleiht ihm da noch spezielle Authentizität.
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