Der tschechische Investor Jan Michal hat Grosses vor in Splügen GR. Das Bündner Dorf mit 370 Einwohnern hat er auf einer Töff-Tour entdeckt, sich verliebt – und das Portemonnaie geöffnet. 30 Millionen Franken hat er bereits investiert. Und ein historisches Hotel, das zuletzt als Asylunterkunft genutzt wurde, umgebaut und neu eröffnet. Hotel Speluca heisst das Haus. Es hat 33 Zimmer und sechs Appartements mit 115 Betten, einen Seminarraum, einen Saal und eine eigene Brauerei. Mit 35 Angestellten ist das Speluca nach den Bergbahnen der grösste Arbeitgeber im Tal.
Doch das ist erst der Anfang. Der tschechische Investor glaubt an das historische Dorf auf 1457 Metern über Meer am Fusse des Splügenpasses. Und plant nichts weniger als den Befreiungsschlag. Michal will direkt an der Talstation des Skigebiets Splügen-Tambo eine ganze Feriensiedlung mit 500 Betten bauen – vor allem Ferienwohnungen. Bis zu 150 Millionen Franken sollen ins Resort Rheinwald fliessen. Weitere 400 Betten sind geplant. Touristisch würde Splügen dann in einer anderen Liga spielen als heute.