Diejenigen, die auf die kleine Karibikinsel Anguilla kommen, suchen Ruhe und Entspannung. Statt Partys zu feiern, wird dort ganz gechillt im türkisblauen Meer geplanscht. Zu den grösseren Aktivitäten zählt ein Spaziergang am einsamen Strand. Doch derzeit wird die Insel regelrecht überrannt. Angezogen werden die Massen nicht vom weissen Sand, sondern von Internetdomains mit der Endung «.ai». Eine Million sind bereits registriert, täglich kommen 1500 neue hinzu. Inzwischen entfällt fast die Hälfte der Staatseinnahmen auf die Vergabe der Domains. Auch auf dem Zweitmarkt sind die Adressen aus Anquilla besonders gefragt. Cloud.ai wechselte für 600’000 Dollar den Besitzer. Spätestens seit diesem Deal werden böse Erinnerungen an die Dotcom-Blase wach.
Seit ein paar Wochen geht an den Finanzmärkten die Angst vor einer KI-Blase um, die zu platzen droht und die Börsen rund um den Globus mit nach unten reisst. Die Risiken an den Finanzmärkten sind vielfältig, die Unsicherheit der Investoren gross. Viele Anleger trauen den Rekordständen an den Börsen nicht und fragen sich, was 2026 wohl für sie bringt.