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Schluss mit dem Gläser-Catwalk

Wie viele Gläser man wirklich braucht

Platz in Schränken ist wertvoll. Ein Sammelsurium von Weingläsern kann da schnell zum Problem werden.

Ursula Geiger

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Zu viele verschiedene Weingläser im Haushalt sind unnötig. Getty Images/Tetra images RF

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Auf dem festlich gedeckten Tisch macht sich das Gläsertrio für Weiss-, Rot und Dessertwein wunderbar, weil es die Vorfreude auf die Weinauswahl weckt. In der gehobenen Gastronomie ist das ein Must.
Im privaten Rahmen können zu viele Weingläser die Gäste überfordern. Ein Gläser-Catwalk ist überflüssig, schliesslich sitzt man am Tisch mit Freunden und freut sich auf einen unkomplizierten Abend.

Die Qual der Wahl

Doch die Verlockungen sind gross: ein schmales Glas für Riesling, ein grösseres für Chardonnay, ein noch grösseres für Bordeaux und ein immens bauchiges für Pinot noir. Leider passen von diesem nur mit Ach und Krach drei Stück aufs Tablar im Schrank.
Ein Standardglas mit einem grösseren Kelch reicht für den Alltag. Wer neue Weingläser kauft, verkneift sich besser Sondereditionen oder extravagante Formen, denn oft können diese nicht nachgekauft werden.

Höhe und Durchmesser

Auch die Platzverhältnisse in den Schränken sollten vor dem Kauf gecheckt werden: Wie hoch darf das Glas sein, wie gross sein Durchmesser an der bauchigsten Stelle?
Für Wein, Brot und Käse braucht es kein extravagantes Glas.
Für Wein, Brot und Käse braucht es kein extravagantes Glas.Getty Images
Für Wein, Brot und Käse braucht es kein extravagantes Glas.
Getty Images

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Ist das ideale Glas gefunden, geht es noch um die Menge. Zwölf Gläser dürfen es schon sein: sechs für den täglichen Gebrauch sowie sechs im Karton als Reserve für grössere Tischrunden und als Ersatz für zerbrochene.

Es geht auch ohne Stiel

Die Frage, wann Weingenuss so unendlich kompliziert wurde, lässt sich nicht beantworten. Als der Pro-Kopf-Konsum noch ordentlich war und die Winzer sich keinen Kopf machen mussten, ob in Zukunft Oliven, Pistazien oder Granatäpfel die lukrativere Alternative für Weintrauben wären, reichte ein Bistroglas für den täglichen Rotwein zum Mittagessen oder zum Feierabend.
Es wurde geprostet, getrunken und gelacht, ohne ein Glas zu schwenken, das auf dünnen, zerbrechlichen Stielen wie eine Primaballerina daher kommt.

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