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Tove Moe Dyrhaug

«Endlich finden wieder Winterspiele in Europa statt»

Die Norweger sind Olympia-Überflieger: Die ­Präsidentin des Skiverbands über das Erfolgsrezept.

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<p>Seit 2022 steht Tove Moe Dyrhaug Nor­wegens Skiverband vor, seit 2024 ist sie zudem Mitglied des ­leitenden Gremiums des Internationalen Skiverbands FIS.</p>

Seit 2022 steht Tove Moe Dyrhaug Norwegens Skiverband vor, seit 2024 ist sie zudem Mitglied des leitenden Gremiums des Internationalen Skiverbands FIS.

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Norwegen hat deutlich weniger Einwohner als die Schweiz und dominiert dennoch den Wintersport. Was ist Ihr Geheimnis?

Tove Moe Dyrhaug: Wintersport ist in Norwegen seit Jahrhunderten sehr beliebt. Wir haben gute Skibedingungen mit viel Schnee und eine solide Tradition in vielen Disziplinen, sei es Langlauf, Skispringen, Alpinski oder Telemark. Es gibt keine Geheimnisse, sondern nur harte Arbeit, grosses Interesse, Traditionen, engagierte Athleten, Trainer und Betreuer.

Der Norwegische Skiverband gilt als einer der am besten organisierten Sportverbände. Was ist Ihr strategischer Ansatz?

Wir arbeiten im Spitzensport und im Breitensport. Ohne Breite gibt es keinen Spitzensport, ohne Spitzensport keine finanziellen Mittel, die in den Breitensport fliessen. Disziplinen wie Langlauf und Ski alpin haben eine starke kommerzielle Marktposition, während Freiwilligenarbeit das Rückgrat mehrerer anderer Disziplinen bildet. Unsere 115’ 000 Mitglieder verdeutlichen das grosse Interesse am Skisport.

Wie fördern Sie Talente von der Kindheit bis zum Spitzensport?

Hier in Norwegen gibt es strenge Regeln für den Kindersport. Wir wollen junge Sportler nicht zu früh in Sportarten drängen, sondern sie so lange wie möglich trainieren und spielen lassen. Kinder haben das Recht auf eine spielerische Kindheit und können sich dann über lokale Skiclubs und unsere Nationalteams zu Spitzensportlern entwickeln.

Über die Autoren
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Anne-Barbara Luft
Anne-Barbara Luft

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