Elena Filipovic lebt Widersprüche, und sie tat es schon immer: Als kleines Mädchen einer Mutter aus Ecuador und eines Vaters aus Ex-Jugoslawien, das in ihrem Elternhaus in Los Angeles mehrere Sprachen sprach. Oder heute, als erste Frau an der Spitze des Kunstmuseums Basel – das mit seiner Sammlung über acht Jahrhunderte Kunstgeschichte erzählt –, nachdem sie zehn Jahre lang zeitgenössische Kunst an der Kunsthalle Basel kuratiert hatte. Bei der 52-jährigen Amerikanerin trifft zudem kalifornische Lässigkeit auf europäische Ernsthaftigkeit, charmante Leichtigkeit, aber zugleich Verbindlichkeit im Umgang mit Menschen auf akademischen Tiefgang.