Es gibt die Missonis, die Versaces, die Guccis. Doch keine Familie hat die Modegeschichte so beständig und fulminant geschrieben wie die Fendis. Vor hundert Jahren nahm die Geschichte jener Stil-Dynastie ihren Anfang, die geprägt ist von Frauen mit unbeirrbarem Willen, leidenschaftlicher Hingabe und einer klaren Vision. «Ich erinnere mich an die kreative Atmosphäre im Atelier und daran, wie die Kollektionen entstanden», sagt Silvia Venturini Fendi, die das modische Erbe in dritter Generation fortführt und neben Accessoires die Herren- und Kinderlinie sowie aktuell auch die Damenkollektion verantwortet, in einem Interview mit «Vogue». «Aus den Gesprächen zwischen meiner Mutter und ihren Schwestern entwickelten sich häufig hitzige Diskussionen. Es war ein faszinierendes Schauspiel. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch, dass sie es am Ende immer schafften, eine gemeinsame Linie zu finden – und das, obwohl jede von ihnen so speziell war.»
Gegründet wurde Fendi 1925 in Rom von Adele Casagrande und Edoardo Fendi als Anbieter edler Stolen und Lederwaren mit einem ersten Geschäft an der Via del Plebiscito. Das Haus florierte: 1933 markierte mit der Einführung des ausser-gewöhnlich feinen Pergamena-Leders für Reisegepäck den Beginn eines unverwechselbaren Markenzeichens, dem berühmten Fendi-Gelb. Schon früh stand die Marke für Eleganz und Hingabe zur italienischen Handwerkskunst – Werte, für die Fendi bis heute steht.