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Online-Banken setzen auf geringere Broker-Gebühren

Swissquoteam 08.02.2019
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Quelle: jxfzsy

Online-Trading erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Allerdings gibt es erhebliche Preisunterschiede zwischen den zahlreichen Schweizer Handelsplattformen. Einige Online-Angebote ermöglichen Kosteneinsparungen.

Martin Auger

Der Boom im Online-Trading bringt nicht nur erfahrenen Börsianern Vorteile, sondern öffnet auch Börsenneulingen die Tür zu den Finanzmärkten. Dank der Online-Handelsplattformen können Anleger ihre Portfolios völlig eigenständig verwalten. Sie erhalten unmittelbar alle Informationen, die sie benötigen, um Aufträge zu platzieren oder den Kontostand und die Liquidität ihrer Portfolios zu kontrollieren, und sie können gleichzeitig die Kurse vieler börsennotierter Wertpapiere in Echtzeit verfolgen. Alle Finanzinstitute haben mittlerweile eigene Internet-Präsenzen aufgebaut, und die Zahl der reinen Online-Banken hat sich vervielfacht. Wie aber trifft man als Kunde eine Wahl, und lohnt sich der Aufwand? Je nach Angebot können die Entgelte für einzelne Transaktionen (Kauf und Verkauf) um ein Vielfaches voneinander abweichen.

Die Seite Moneyland.ch vergleicht Preise für Finanzdienstleistungen und untersucht die Konditionen vieler Online-Handelsplattformen, darunter sowohl Spezialanbieter als auch Angebote von Banken. Berücksichtigt werden dabei Finanzinstitute, die von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA kontrolliert werden. Der Vergleich verdeutlicht die grossen Unterschiede zwischen den Angeboten. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur gelegentlich oder regelmässig gehandelt wird. Laut Moneyland hat sich die Lage in den vergangenen Jahren kaum geändert.

Für die Angebotsvielfalt gibt es mehrere Erklärungen. Die grossen Banken wollen in erster Linie Kunden für ihr Vermögensverwaltungsgeschäft akquirieren. Durch hohe Gebühren geschieht dabei bereits eine Vorselektion, was bedeutet, dass die Klientel mit dem gewünschten Anlegerprofil herausgefiltert wird. Darüber hinaus setzt die Nutzung bankeigener Online-Handelsplattformen voraus, dass der Kunde auch ein Konto bei der Bank eröffnet. Die Führung eines Geschäftskontos zusätzlich zu einem Wertpapierdepot verursacht aber Mehrkosten. Ein anderer Grund ist, dass Finanzdienstleistungen in der Schweiz in der Regel weniger günstig sind. Auch das Trading-Geschäft bildet hier aufgrund der Marktstruktur, des begrenzteren Angebots und der weniger aggressiven Vorgehensweise der Akteure keine Ausnahme.

Lange Zeit gab es niemanden, der das im internationalen Vergleich als teuer geltende Schweizer Preisgefüge aufbrechen wollte. Die Situation änderte sich jedoch 2016 mit dem Einstieg der niederländischen Online-Bank Degiro in den Schweizer Markt. Allerdings verfügt Degiro nicht über eine Banklizenz für die Schweiz, weshalb die Anleger ihre Vermögenswerte in die Niederlande transferieren müssen. Dank einiger Schweizer Plattformen ist es mittlerweile dennoch möglich, die Kosten zu begrenzen. Dazu zählt auch Swissquote – seit 1996 einer der Vorreiter in Sachen Online-Trading. Durch den Einsatz von Technologien spricht das Online-Banking alle Anlegergruppen an, während gleichzeitig die Kontoführungs- und Transaktionskosten sinken. 

Swissquote bietet heute für mehr als 2,5 Millionen Produkte in verschiedenen Segmenten eine automatische Verwaltung zu günstigen Konditionen an. Bei den meisten traditionellen Banken müssen Anleger eine Handelstransaktion telefonisch ankündigen – ein Prozedere, das seinen Preis hat; «mindestens 180 Franken», erklärt Jürg Schwab, Head of Trading bei Swissquote. «Dank der Automatisierung können wir beispielsweise einen EUREX-Kontrakt für 1 Euro anbieten.» Wie das möglich ist? «Jeder Finanzintermediär berechnet Kosten für die Erbringung seiner Dienstleistungen», so Schwab. «Alle Banken haben dabei mehr oder weniger die gleichen externen Kosten. Nach Hinzurechnen einer Marge ergibt sich dann der Endpreis für die Kunden. Was uns unterscheidet, ist unsere Fähigkeit, Arbeitsprozesse zu optimieren, und so diese Marge und damit den Kundenpreis zu reduzieren.»

Jürg Schwab betont: «Um dies zu erreichen, mussten wir alle Prozesse, vom Controlling bis hin zum Kostenmanagement, automatisieren – und zwar für alle unsere Finanzprodukte». Dank dieser Bestrebungen konnte Swissquote auch die Depotgebühren, d. h. die Entgelte, die der Kunde der Bank für die Verwahrung seiner Wertpapiere zahlt, drastisch senken. «Im Allgemeinen berechnen traditionelle Banken eine Depotgebühr in Höhe von 0,20%. Das entspricht 2000 Franken für ein Depot im Wert von 1 Million Franken. Bei Swissquote beträgt diese Depotgebühr maximal 200 Franken pro Jahr für den gleichen Anlagebetrag.»  

Die exorbitanten Gebühren, die traditionelle Banken für die Übertragung eines Depots erheben, verhindern, dass die Kunden die Bank verlassen. Tatsächlich muss jeder, der seine Wertpapiere auf ein anderes Finanzinstitut übertragen möchte, derart tief in die Tasche greifen, dass sich ein Depotumzug nicht lohnt. Swissquote möchte hier für Entlastung sorgen und übernimmt Transferkosten in Höhe von bis zu 500 Franken. «Wir wollen unseren Kunden das Leben leichter machen.» Diese Strategie zahlt sich aus, denn inzwischen wird die Internetseite von Swissquote täglich von über einer halben Million Nutzern besucht, darunter 300 000 Kunden aus dem Bereich des Online-Trading.
 

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