Guten Tag,
Bei der ZKB beginnt bald die Ära unter Urs Baumann. Im Rennen um das CEO-Amt hat er 50 interne und externe Bewerber ausgestochen.
Der neue ZKB-Chef muss eigene Zeichen setzen – ohne das bisherige Erfolgsmodell zu gefährden.
Joseph Khakshouri für BILANZIn der Freizeit setzt sich Urs Baumann (55) gerne auf seine Harley-Davidson und braust über abgelegene Landstrassen. Bis vor ein paar Jahren gerne zusammen mit seinem inzwischen 85-jährigen Vater, ebenfalls einem grossen Harley-Fan. Auch bei seinem anderen Hobby, dem Reisen, sucht er gerne neue Wege: Sein Ziel ist es, jedes Jahr ein neues Land zu erkunden. Ein Mann also, der gerne ausgetrampelte Pfade verlässt.
Auf eine eher vorgespurte Landschaft trifft er bei seinem neuen Arbeitgeber: Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gilt als Koloss mit eingefahrenen Strukturen, als fast etwas langweilige Staatsbank, wo vom Prickeln des Bankbusiness, anders als bei den Kollegen bei den Grossbanken ein paar Häuserzeilen weiter, wenig zu spüren ist. Dafür macht man Gewinn, skandalfrei, Jahr für Jahr, und nicht zu wenig: Rekordhohe 942 Millionen waren es im vergangenen Jahr.
Geführt wurde die Bank in den letzten 15 Jahren von Martin Scholl, einem Hausinternen, der praktisch seine gesamte Karriere bei der Bank verbracht hatte. Zur ZKB war Scholl 1977 als KV-Lehrling in der Filiale Wipkingen gestossen; abgesehen von einer kurzen Stage 1989 in New York blieb er der Bank treu und stieg in langen Jahrzehnten Schritt für Schritt die Leiter hoch bis zum Chefposten. Wie schon seit eh und je üblich.
Werbung