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Der lange Atem von mechanischen Uhrwerken

Was bei Sportlern Kondition und Training bewirken, steht und fällt bei mechanischen Uhrwerken mit ihrer Konstruktion und Bauweise: langer Atem.

Iris Wimmer-Olbort

<p>31 Tage währt die Ausdauer der Lange 31 von A. Lange &amp; Söhne – dank zwei Federhäusern mit zwei insgesamt 1,85 Meter langen Zugfedern.</p>

31 Tage währt die Ausdauer der Lange 31 von A. Lange & Söhne – dank zwei Federhäusern mit zwei insgesamt 1,85 Meter langen Zugfedern.

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Was unterscheidet einen Ultramarathon von einem gewöhnlichen, mal abgesehen davon, dass schon die gewöhnliche Distanz von 42,195 Kilometern vielen unvorstellbar lang erscheint? Ein Ultramarathon ist weitaus länger: 170 Kilometer beim Ultra-Trail du Mont-Blanc, 217 Kilometer beim Badwater Ultramarathon in Kalifornien. Da wird bisweilen nicht mehr von Stunden, sondern von Tagen gesprochen, welche die Sportler unterwegs sind.

So ist das auch bei Armbanduhren mit mechanischen Uhrwerken: Während Standardkaliber über eine Gangautonomie – also die Dauer vom Vollaufzug bis zum Stehenbleiben der Uhr – von etwa 35 bis 45 Stunden verfügen, spricht man bei den Rekordhaltern in Sachen Ausdauer nicht von Stunden, sondern von Tagen. Die Lange 31 von A. Lange & Söhne hält – der Name sagts – 31 Tage. Das schafft auch The Quenttin von Jacob & Co. – dank sieben nebeneinander auf einer Achse angeordneten Federhäusern.

In solchen Rekorden steckt die Arbeit von Generationen von Uhrmachern. Doch vor einem Blick auf ihre historische Leistung eine kleine Begriffsklärung zu Gangdauer und -autonomie: So bezeichnet man jene Zeitspanne, die ein Uhrwerk autonom laufen kann, ohne dass Energie zugeführt wird. Insoweit sind sich alle einig. Mittlerweile eingebürgert hat sich allerdings der Begriff Gangreserve, obwohl Puristen ihn für nicht korrekt halten. Denn ursprünglich verwendeten Fachleute die Bezeichnung Gangreserve lediglich für jene Frist, die einer Uhr zusätzlich zur normalen Gangdauer hinaus zur Verfügung steht.

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