Abo
Nach dem Rausch der Kater

2025 bleibt für die Uhrenbranche kompliziert

Auf furiose Jahre folgte 2024 ein Dämpfer, der die Branche zum Teil hart getroffen hat – und weiterhin fordern wird.

Iris Kuhn Spogat

VC Genf
Rolex Hauptsitz
Plan-les-Ouates (Genève), 13 février 2023. Manufacture Patek Philippe. ©François Wavre | Lundi13
Une vue aerienne sur le nouveau siege de Swatch le vendredi 16 juillet 2021 a Bienne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
1 / 4

Mekkas des Schweizerischen Uhrenschaffens: Die Hauptquartiere von Vacheron Constantin, ...

PR

«Drei», antwortet ein Uhrenchef auf die Frage, wo er das Geschäftsjahr 2024 auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) verorten würde. Das Gespräch war «off the record», die Antwort ungeschönt. Das laufende Jahr sieht er bei 6, «der Dezember lief über Erwarten gut und stimmt uns zuversichtlich».

Zuversicht weckte auch der Genfer Luxuskonzern Richemont: Die letzten drei Monate 2024 werden als das umsatzstärkste Quartal aller Zeiten in die Geschichte eingehen, mit einem Umsatzplus von zehn Prozent. Der Kapitalmarkt belohnte das überraschend gute Ergebnis mit einem Kurssprung. Daraus zu schliessen, dass das Uhrengeschäft nach einem schwierigen 2024 nun wieder Fahrt aufnimmt, wäre aber falsch: Richemont verdankt den über den Erwartungen liegenden Abschluss ihren Schmuckvisionen. Die acht Luxusuhrenmarken des Konzerns, darunter IWC, Vacheron Constantin und Jaeger-LeCoultre, hinken dem Vorjahr mit einem Minus von acht Prozent hinterher.

Über die Autoren
Iris Kuhn Spogat

Iris Kuhn-Spogat

Iris Kuhn-Spogat

Werbung