Die zwei Choba-Choba-GrΓΌnder Christoph Inauen und Eric Garnier sind 2015 mit einem doppelten Ziel gestartet: Sie wollten mit hochwertiger Schokolade ein GeschΓ€ft machen und dabei gleichzeitig die missliche Einkommenssituation ihrer Lieferanten verbessern. Und so erhielten die 35ββbeteiligten Kakaobauerfamilien in der peruanischen Amazonas-Region nicht nur zwei bis drei Mal mehr Geld fΓΌr ihren Rohstoff, sondern waren von Anfang an als AktionΓ€re am Start-up beteiligt. Inauen und Garnier sprachen denn auch nicht ganz unbescheiden von einer Β«Schoggi-RevolutionΒ».
Ihr Konzept stiess auf Anklang: Choba Choba konnte den Umsatz im Schnitt um 16 Prozent pro Jahr steigern und setzte im vergangenen Jahr 1,12 Millionen Franken um, der Break-even wird fΓΌr 2021 angepeilt.
Neu im Coop-Regal erhΓ€ltlich
Vertrieben wird die Schokolade bis anhin im hauseigenen Webshop sowie in ausgewΓ€hlten LΓ€den. Ab dem 28.βSeptember gibt es nun aber auch dreierlei Choba-Choba-Tafeln in 260ββCoop-Filialen zu kaufen, wie Inauen bestΓ€tigt. Gleichzeitig reduziert Choba Choba fΓΌr die besagten drei Tafeln den Preis.
Dank beiden Massnahmen soll eine breitere KΓ€uferschaft angesprochen werden. Das sei Teil der neuen Wachstumsstrategie, sagt Inauen. Β«Wir wollen nachhaltig wachsen und somit unseren Impact auf die Situation der Kakaobauern in Peru weiter vergrΓΆssern.Β»
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Nicolas Villaume
Nicolas Villaume
Zu einem Drittel im Besitz der Kunden
FΓΌr die Umsetzung seines Wachstumsplans benΓΆtigt das Start-up 1,5 Millionen Franken: 0,5 Millionen haben sich Inauen und Garnier ΓΌber ein langfristiges Darlehen gesichert, eine Million wollten die beiden bei Β«ihrer CommunityΒ» respektive ihren Kunden aufnehmen, die dann im Gegenzug AktionΓ€re werden sollten.
Ein Plan, der ihre kΓΌhnsten Erwartungen ΓΌbertroffen hat: Alles, was es brauchte, waren ein Mailing sowie je ein Post auf Facebook und LinkedIn, und das Geld war beisammen. Β«Und wir haben noch immer eine lange Warteliste von Leuten, die ebenfalls bei uns investieren mΓΆchtenΒ», ergΓ€nzt Inauen.
Damit gehΓΆrt die Firma jetzt neu kapitalmΓ€ssig zu rund einem Drittel den Kunden, Inauen, Garnier sowie die Kakaobauern halten je knapp ein FΓΌnftel. Anders sieht die Verteilung der Stimmrechtsaktien aus: Dort bleiben ΓΌber drei Viertel in den HΓ€nden der GrΓΌnder und Bauern. Die Kunden mΓΌssen sich mit gut vier Prozent der Stimmkraft zufrieden geben. DafΓΌr winkt ihnen eine sΓΌsse Dividende in Form von Schokolade.