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Schritt aus dem Schatten

Thomas Schinecker setzt bei Roche eigene Zeichen

Der Roche-Chef emanzipiert sich von Ziehvater Severin Schwan und bringt durch einen Fächer an Neuerungen frischen Wind in den Pharmariesen.

Erik Nolmans

Thomas Schinecker (vorne), seit Frühling 2023 CEO von Roche, dreht auf – und emanzipiert sich allmählich von seinem Vorgänger Severin Schwan.

Thomas Schinecker, seit Frühling 2023 CEO von Roche, dreht auf und will das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen.

Joseph Khakshouri

Es waren hektische Wochen diesen Sommer, bevor Thomas Schinecker Anfang August in die Ferien verreisen konnte. Vieles hatte er vorgespurt in den vergangenen Monaten, und die Zeit war reif, der Sache Schub zu verleihen.

Im Juli fand die Präsentation seiner neuen Pläne im Verwaltungsrat statt. Eine Aufgabe unter speziellen Umständen. Denn Präsident des Verwaltungsrats von Roche ist seit einem Jahr sein Vorgänger Severin Schwan, der den Konzern vor ihm 15 Jahre lang geleitet hatte. Und ein Teil der neuen Pläne steht diametral dem entgegen, was unter Schwan so lange gegolten hatte.

Zu viele Flops

So führte Schinecker vor dem Verwaltungsrat aus, dass sich Roche zukünftig auf fünf Therapiegebiete fokussieren werde. Es sind dies: Onkologie, Neurologie, Immunologie, Augenkrankheiten sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Unter Schwan hatte Roche noch alles Mögliche probiert, ganz nach dem geltenden Motto «Where science takes us» (wo immer uns die Forschung hinführt). Gegenüber BILANZ hatte Schwan noch im Januar dieses Jahres ausgeführt: «Wir sind agnostisch, was die therapeutischen Felder betrifft.»

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Erik Nolmans

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