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Sister Act bei Bühler Uzwil

Drei schweigsame Schwestern führen eine Industrie-Ikone der Schweiz. Oder besser: Sie lassen führen.

Dirk Ruschmann

Die Buehler-Schwestern Jeannine Martina Bühler, Karin Bühlern und Maya Bühler

Jeannine, Karin und Maya Bühler (v.l.) halten gemeinsam die Familienfirma. Im Hintergrund das Werksgelände.

Bühler Group

Bühler ist Uzwil, und Uzwil ist Bühler. Der Ort begrüsst nach der Autobahnausfahrt mit einer malerischen Tankstelle (und im Berufsverkehr gern mit einem von Bühler ausgelösten Stau), und wer durch die Bahnhofstrasse Richtung Zentrum rollt, passiert Industriehalle um Industriehalle, unterbrochen von Zufahrten mit weissen Hinweisschildern, dazu ein Gleis, das sich vom Werk hügelan zum Bahnhof schlängelt und erst 2017 stillgelegt wurde – Dimensionen, wie man sie nur von Autoherstellern kennt.

Was einst eine Brache mit wenigen Häuschen war, wird heute so liebevoll wie ehrfürchtig «Bühler-Land» oder «Bühlerville» genannt. Uzwil SG gilt als Gemeinde mit Vollbeschäftigung und verzeichnet mit durchschnittlich 3,5 Nächten die schweizweit längste Aufenthaltsdauer ihrer Hotelgäste, vor Tourismuszentren wie Davos oder Zermatt, was den Auslandsmitarbeitern auf Besuch in der Zentrale und den jährlich mehr als 1000 Kundenbesuchen zu verdanken sein dürfte.

Enorme Marktanteile

Firma und Familie tragen grosse Teile zum Steueraufkommen der Gemeinde bei und kurbeln mit Konsum im Ort Handel und Gewerbe an, bauen und vermieten Wohnungen. 13  000 Mitarbeiter beschäftigt Bühler heute an weltweit 140 Standorten und hatte vor Corona ohne Probleme die Umsatzschwelle von drei Milliarden Franken übersprungen.

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Dirk Ruschmann
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Dirk Ruschmann

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