Guten Tag,
Sie machen milliardenschwere Deals, bewegen die Wirtschaft und verdienen mehr als viele Bankchefs. Das sind die wahren Geldmacher der Schweiz.
LEITWÖLFE DER SCHWEIZER PRIVATE-EQUITY-SZENE Daniel Flaig (Capvis), Dieter Scheiff (Ufenau), Roberto Paganoni (LGT Capital Partners), Christian Sinding (EQT) und Alfred Gantner (Partners Group, v.l.) haben der Branche ihren persönlichen Stempel aufgesetzt.
Kornel Stadler für BILANZDie Stube des Restaurants Zum Kaiser Franz in Zug ist an diesem sonnigen Dienstagmittag bis auf den letzten Platz besetzt. Hier, vis-à-vis dem Seeufer, trifft sich die lokale Finanzelite gerne zum Lunch. Die Kellnerinnen im schmucken Dirndl huschen durch das opulent dekorierte Restaurant. Mitten im Gewusel und Stimmengewirr sitzt Daniel Flaig und lächelt zufrieden. Zum einen wegen des goldbraun gebackenen Wiener Schnitzels auf seinem Teller, zum anderen, weil es ihm ganz offensichtlich grosse Freude bereitet, über seine Branche zu sprechen.
Wie kaum ein Zweiter kennt er die Schweizer Private-Equity-Szene, hat sie von der ersten Stunde an geprägt und ist bis heute einer der wichtigsten Player. Hinter der ikonischen Hornbrille funkeln seine Augen, wenn er davon erzählt, wie er in den letzten 30 Jahren mittelständische Firmen mit Wachstumspotenzial gefunden hat. Schon mehr als 60 Mal haben er und das 40-köpfige Team seiner Private-Equity-Firma Capvis zugeschlagen, den Wachstumsmotor angeworfen und die Unternehmen wieder erfolgreich veräussert, darunter Komax, Lista, Phonak und Stadler.
Von den anderen Tischen werfen ihm die Gäste verstohlene Blicke zu. Fast jeder kennt ihn, viele bewundern ihn. Die Branche ist klein, bestens vernetzt und erlebt seit einigen Jahren ein fantastisches Rally. Das vergangene Jahr brach erneut alle Rekorde. Mehr als eine Billion Dollar sammelten Private-Equity-Manager für Firmenkäufe bei Investoren ein. Fonds mit einem Volumen im zweistelligen Milliardenbereich sieht man heute regelmässig – vor wenigen Jahren noch undenkbar.
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