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Nestlé im Börsenhoch: Wieso Paul Bulcke und Mark Schneider ein Dreamteam sind

Der Supertanker des Ernährungswesens erlebt einen ungeahnten Aktien-Höhenflug. Was ist denn da los in Vevey?

Dirk Ruschmann

Paul Bulcke, Nestlé CEO, Lausanne, 2019

CHAIRMAN PAUL BULCKE: Feststimmung an der Fête des Vignerons 2019 in Vevey. Die folgende Pandemie überstand Nestlé gut.

Kurt Reichenbach

Solche Zeiten sind auch für einen Veteranen neu – und Paul Bulcke arbeitet seit 42 Jahren für Nestlé. Als er einstieg, war ein gewisser Pierre Liotard-Vogt Präsident und Helmut Mauchers Aufstieg an die Spitze noch nicht mehr als eine Möglichkeit. Sicher, die Wachstumsraten, für Nestlé zentrale Kennziffer, waren auch früher bisweilen hoch.

Doch jetzt lesen sich die Ergebnisse, als habe der Nahrungsmittelkonzern in Vevey das lang vergessene Gaspedal wiedergefunden: Erst im Spätsommer 2021 hatte der Konzern die alte Zielformel von «fünf bis sechs Prozent organischem Wachstum» wieder ins Schaufenster gestellt, die zuvor abgeräumt worden war.

Als dann mit dem dritten Quartal bisher unerreichbar scheinende 7,6 Prozent erzielt wurden, hob Nestlé die Prognose sogar auf «sechs bis sieben Prozent» an. Die Analysten der UBS rechnen inzwischen damit, dass Nestlé sogar das neue Zielband übertrifft.

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Dirk Ruschmann

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