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Universität St. Gallen

HSG-Square: Ein Prunkbau für 65  Millionen – spendenfinanziert

Die Universität St. Gallen ist um eine Attraktion ­reicher: ein architektonisches Meisterwerk, 65 Millionen Franken teuer, spendenfinanziert – und visionär.

Iris Kuhn Spogat

fotograf BR
SCHACHTELBAU: Der Grundstein für das Gebäude mit 15 modulierbaren Räumen wurde 2020 gelegt. Square willl den Prototyp einer modernen Universität darstellen. Chris Mansfield

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Auf dem höchstgelegenen Punkt des St. Galler Rosenbergs thront neu der Square. Der herausragende Bau hätte eigentlich «Learning Center» heissen sollen, wurde kurz vor Fertigstellung aber umgetauft, um etwaigen Falschannahmen zuvorzukommen. Im lichtdurchfluteten Glashaus des japanischen Architekten Sou Fujimoto soll zwar gelernt werden, aber anders als in der Unibibliothek nebenan, wo jeder still für sich Stoff büffelt.
Im Square soll Wissen nicht einfach vorgesetzt und konsumiert, sondern generiert werden und so eine Art Prototyp für eine moderne Universität entstehen. So die Vision. Wie was für wen wo sein soll, bleibt, abgesehen vom Fokus auf Austausch und Dialog – untereinander und mit Praktikern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – erst einmal offen.
Schmidheiny
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Peter Wuffli, Director at Sygnum
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Rudi Bindella
1 / 9
Thomas Schmidheiny RMS
Finanziert worden ist der Neubau mit Spenden von 1100 Firmen, Stiftungen und Privaten. Mobilisiert hat das Geld die Stiftung der Universität St. Gallen – mit grosszügigem Support aus dem inneren Zirkel: Stiftungsräte wie Thomas Schmidheiny, Michael Hilti und Urs Wietlisbach sind jedenfalls fast alle namentlich auf der Liste mit den grössten Spendern aufgeführt, alphabetisch, wer wie viel gegeben hat, wird nicht öffentlich gemacht.

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Mit einem Total von 65 Millionen wird diese Sammelaktion aber fraglos als das grösste Fundrising ever in die HSG-Chronik eingehen.
Mit auf der Liste der spendabelsten Geldgeber stehen auch zahlreiche Alumni, darunter Felix Grisard (Hiag), Henri B. Meier, Martin Haefner (Amag), Peter Wuffli (Elea Stiftung), Raymond Bär (Alpine Select) und der Gastronom Rudi Bindella. Als eine von wenigen Frauen steht Monika Ribar (SBB) auf der Donatorentafel.
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