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Herren der Düfte: Wie Givaudan und Firmenich Weltspitze geworden sind

Ähnlich und doch völlig verschieden: Firmenich und Givaudan – die Weltmarktführer aus der Schweiz.

sdf

Parfum Flacon

KUNST ODER WISSENSCHAFT: Die Parfümeure von Givaudan und Firmenich kreieren Düfte, die Weltruhm erlangen – den Firmen beschert dies Milliardenumsätze. 

Joseph Khakshouri für BILANZ

Die wohltuende Frische reifer Orangen und Eichenmoos im Duschgel, der Duft von weissen Blüten der Tuberose und spritzigem Ingwer in der Body Lotion, der erfrischende Pfefferminzgeschmack der Zahnpasta, das Aroma süsser Walderdbeeren im Joghurt – Geschmacks- und Duftstoffe sind die stillen Begleiter, die Konsumenten während des ganzen Tages erfrischen, beruhigen, anregen, in ihnen Erinnerungen wecken. Teils werden sie bewusst genossen, teils nur latent wahrgenommen.

Sie sind wichtiger als alle anderen Faktoren, wenn es darum geht, ob ein Produkt gefällt oder nicht. Kreiert und hergestellt werden diese Stoffe von hochprofitablen multinationalen Konzernen, die punkto Innovationskraft ihresgleichen suchen. Dominiert wird der Markt, der auf 36 Milliarden Franken geschätzt wird, von vier Firmen. Zwei kommen aus der Schweiz: Givaudan und Firmenich.

Die beiden Schweizer Player teilen sich rund die Hälfte des Marktes mit dem US-Konzern International Flavor & Fragrance (IFF) und der deutschen Symrise. Givaudan und Firmenich haben beide ihren Hauptsitz in der Nähe von Genf. Beide wurden vor über 100 Jahren in der Schweiz gegründet, beide sind Weltmarktführer in der Herstellung von Duft- und Aromastoffen. Auf den ersten Blick sind Givaudan und Firmenich Zwillinge – von denen der eine einfach etwas grösser ist. Doch so ist es nicht.

Über die Autoren
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Anne-Barbara Luft

Anne-Barbara Luft

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