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Kein Karriere-Booster: Was die Verantwortlichen ein Jahr nach dem unrühmlichen Ende der Grossbank so machen.
CS-Männer: António Horta-Osório, Axel Lehmann, Thomas Gottstein, Urs Rohner (v.l.): begrenzte Anschlussverwendung.
Getty Images, KeystoneEin Jahr liegt das historische CS-Aus zurück, und nüchtern lässt sich festhalten: Ein KarriereBooster war es nicht. Der letzte Präsident, Axel Lehmann, hatte für das CS-Präsidium den bereits zugesicherten Präsidentenposten bei der Helvetia sausen lassen.
Neue VR-Mandate hat er nicht, aber er wird noch bei zwei renommierten Adressen geführt: Beim IMD in Lausanne ist er als einer von 31 «Executives in Residence» gelistet, die laut Webseite «etwas von ihrer Zeit» für die Manager-Ausbildungsstätte aufbringen.
Seine Alma Mater St. Gallen führt ihn als Titularprofessor, weil er vor seinem Einstieg bei der CS dort als Dozent wirkte. Vorlesungen hält er derzeit aber nicht. Man sieht ihn häufiger im Club Baur au Lac in Zürich, er tritt auch in kleinen Runden auf, um seine Version des Untergangs zu schildern: Es sei die Pleite der Silicon Valley Bank im fernen Kalifornien gewesen, die der CS das Genick gebrochen habe. Eigene Verantwortung? Eher nicht.
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