Guten Tag,
Beat Imwinkelried widmet sich den Emotionen in der Mobilität – und bietet ihren edelsten Vertretern eine sichere Unterkunft im Saanenland.
Beat Imwinkelried in seinem grauen 250 GT Lusso bei Ferrari Zürich in Urdorf.
Joseph Khakshouri für BILANZGegen das hier können Bundesratsbunker und Goldbarrenkeller der Schweizer Grossbanken einpacken. Denn hier sind keine Politiker unterzubringen oder Edelmetalle eingelagert, sondern schöne Dinge – Handwerkskunst vom Feinsten: Oldtimer und Neuwagen, rund 250 Exemplare der seltensten, faszinierendsten und oft tatsächlich auch schönsten Vertreter der neueren Automobilgeschichte.
Und diese unscheinbare Einstellhalle ausserhalb von Gstaad, kurz bevor die kleine Landstrasse Richtung Romandie bergan steigt, ist so etwas wie das Fort Knox des Schweizer Fahrzeugwesens – und genauso unzugänglich. Nur wer hier drin etwas stehen hat, darf sehen, was hier sonst noch alles steht. Und natürlich der, dem das hier gehört: Beat Imwinkelried.
Der Mann sieht auf den ersten flüchtigen Blick nach Banker aus. Aber der Basler hat einen ETH-Abschluss in Maschinenbau und hat zunächst bei ABB Karriere gemacht. 2003 stieg er in den Familienbetrieb ein, die Basler Grosspeter und Auto-Interleasing AG, zweitgrösster Opel-Händler der Schweiz. Er baute das Geschäft mit Leasing und Flottenkunden aus, realisierte aber bald, dass es im Volumensegment weniger auf Benzin im Blut ankommt als auf scharfes Controlling und Skaleneffekte – und das Thema Besitzerstolz für durchschnittliche Automobilisten und -innen von abnehmender Bedeutung ist. «Die kommende Generation will von A nach B gelangen, nicht unbedingt noch ein Auto besitzen», sagt Imwinkelried. Also entwickelte er sein Geschäft weiter, «von der rationalen in die emotionale Mobilität».
Werbung