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Krypto

Bitcoin-Paradiesvogel Niklas Nikolajsen: Der Pionier mit barockem Lifestyle

Die Kryptobörsen fahren Achterbahn. Warum Bitcoin-Pionier Niklas Nikolajsen Sinnbild für die ­verrückte Szene ist. Und warum er die Coins trotz Absturzgefahr für unverzichtbar hält.

Erik Nolmans

Niklas Nikolajsen

Niklas Nikolajsen ist ebenso Paradiesvogel wie nüchterner Unternehmer.

Paolo Dutto

Manchmal muss ein Mann eben machen, was er machen muss. Also packte Niklas Nikolajsen mehrere hunderttausend Franken in Bündeln von 200er-Noten in eine Plastik-Tragtasche und machte sich auf zum Bentley-Händler. Er verlange tüchtig Rabatt, zahle dafür aber sofort und in bar, sagte er zum Verkäufer. Den Rabatt bekam er, und auch für den Verkäufer wurde es ein guter Tag: Er machte ihm nebst der Limousine gleich noch einen zweiten Bentley schmackhaft – ein massgeschneidertes Sportmodell.

Beim Autoshopping hatte der gebürtige Däne ein Kamerateam aus seinem Heimatland im Schlepptau. Denn der Kauf ging auf eine verlorene Wette zurück. Ende 2016 war es gewesen, als sich der Preis der Kryptowährung Bitcoin nach langem Sinkflug gefangen und wieder rund 1000 Dollar erreicht hatte. Ein Journalist hatte ihn angerufen und im Spass gefragt, ob er sich nun zur Feier des Tages einen Bentley kaufe. Nein, erst wenn der Kurs 10'000 Dollar erreiche, hatte Nikolajsen geantwortet.

Was selbst er nicht erwartet hatte: Schon rund ein halbes Jahr später war es so weit. Der erste grosse Kryptohype von 2017 hatte den Kurs explodieren lassen. «Da musste ich natürlich Wort halten», sagt er und schmunzelt. Der Clou dabei: Er besitzt nicht mal einen Führerschein – ein Chauffeur muss die Edelkarossen für ihn lenken.

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Erik Nolmans

Erik Nolmans

Erik Nolmans

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