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Ariane de Rothschild steht vor grossen Aufgaben

Nach dem Tod ihres Mannes übernimmt Ariane de Rothschild das Zepter bei der Familienbank. Warum der grosse Namen Chance und Last zugleich ist.

Erik Nolmans

Ariane de Rothschild, chief executive officer of Edmond de Rothschild Holding SA, poses for a photograph following a Bloomberg Television interview in London, U.K., on Thursday, Sept. 12, 2019. Edmond de Rothschild, through its subsidiaries, provides wealth and asset management, investment and private banking, fund administration, and advisory services. Photographer: Simon Dawson/Bloomberg

Vollblut-Bankerin, vom Trading Floor in New York bis ins Präsidium der Genfer Bank: Ariane de Rothschild.

Bloomberg

In der Mitteilung an die Belegschaft war die Trauer der Witwe zu spüren: Ariane de Rothschild bedankte sich für die grosse Unterstützung, die sie erleben durfte, liess wissen, dass die Übergabe der Führung der Gruppe sichergestellt sei, und bat ihre Mitarbeiter, sich weiter im besten Interesse der Kunden für die Bank einzusetzen.

Am 15. Januar war ihr Mann, Benjamin de Rothschild, Präsident der Edmond de Rothschild Holding, an einem Herzinfarkt gestorben. Er war erst 57 Jahre alt. Der Vater ihrer vier Töchter starb zu Hause, im Château de Pregny, dem Sitz der Familie in Chambésy etwas ausserhalb von Genf. Begraben wurde er auf dem Jüdischen Friedhof in Genf, sehr kurz nach seinem Tod, wie dies in der jüdischen Religion üblich ist. Der Tod Benjamins sei für alle überraschend gekommen, es habe keine gesundheitlichen Probleme gegeben, die darauf hingedeutet hätten, sagen Vertraute der Familie.

Nun lastet die Verantwortung für das Unternehmen gänzlich auf den Schultern von Ariane. Sie werde als Verwaltungsratspräsidentin der Familienholding die Nachfolgerin, teilte die Edmond de Rothschild Groupe mit und sprach der Ehefrau und den Töchter ihr aufrichtiges Beileid aus.

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