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Kampfzone Büro: Entprivatisierung

Mein Bürokollege dekoriert den Schreibtisch mit allerlei privatem Krimskrams. Gilt am Arbeitsplatz keine Ästhetik? E.W. aus B.

Karin Kofler

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Es gibt Menschen, die haben einfach das Bedürfnis zu ­markieren – auch im Büro. Da werden hemmungslos Familienfotos ausgebreitet, der PC wird mit lustigen Klammertierchen versehen, und die vertrocknete Pflanze mit dem Herzchen drin vom letzten Valentinstag muss auch noch ein Plätzchen haben.

In einer Zeit, in der Grossraumbüros der Standard sind und Arbeitsplätze zunehmend mobil werden, ist derlei ­Gebaren fragwürdiger denn je. Im neuen Uetlihof-Gebäude der CS in Zürich werden beispielsweise nur noch wenige Angestellte einen fixen Arbeitsplatz haben. Die «Entprivatisierung» der Schreibtische ist also in vollem Gange.

Ihr Kollege sollte sich dem Trend fügen und seine Deko proaktiv verschwinden lassen. Da er vermutlich nicht selber auf die Idee kommt, würde ich das Thema bei ­Gelegenheit beim Chef anschneiden, damit dieser ein paar klare Regeln herausgibt.

Haben Sie auch ein Problem im Büro? Schreiben Sie an karin.kofler@bilanz.ch

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