Das sind die Ergebnisse des «Billionaire Reports» der UBS und von PWC: In den vergangenen 19 Jahren haben alleine 917 Selfmade-Milliardäre über 3,6 Billionen Dollar erwirtschaftet. Auch der britische Unternehmer Richard Branson (Bild) wurde mit der Gründung von Virgin zum Multimilliardär. RMS Laut der Studie von UBS und PWC, die 1300 Milliardäre aus den 14 grössten Märkten analysiert, haben die Superreichen früh angefangen. 23 Prozent gründeten ihr erstes Unternehmen vor dem 30. Lebensjahr, zwei Drittel bevor sie 40 wurden. Nur wenige sind jedoch vor 40 Milliardäre. Marc Zuckerberg (Bild) gründete 2004 mit 20 Jahren den Socialmedia-Riesen Facebook. Heute hat Zuckerberg mit 31 Jahren laut «Forbes» ein Vermögen von über 35 Milliarden Dollar. RMS «Erfolgreiche Menschen haben die Uni geschmissen» - diesen Mythos hört man gerne. Das mag zwar im Falle von Apple-Gründer Steve Jobs, Tesla-Chef Elon Musk (Bild) und Richard Branson zutreffen. Tatsache ist: 86 Prozent der heutigen Selfmade-Milliardäre haben mindestens einen Hochschulabschluss. RMS Der Finanzsektor bringt in den USA am meisten Milliardäre hervor. So verdienten 30 Prozent der Superreichen ihr Geld mit Banken, Versicherungen oder an der Börse. Das Durchschnittsvermögen in diesem Sektor beträgt rund 4,5 Milliarden Dollar. RMS Am reichsten sind jedoch die europäischen Milliardäre. Sie besitzen im Schnitt 5,7 Milliarden, asiatische 3,2 Milliarden Dollar. Viele der Vermögen in Europa und Asien, die in den letzten 20 Jahren angehäuft wurden, haben ihren Ursprung in der Konsumgüterindustrie – zu 50 Prozent in Europa und zu 20 Prozent in Asien. RMS Asiens Milliardäre sind mit 57 Jahren im Schnitt zehn Jahre jünger als die Superreichen in den USA und in Europa. Mit 50 Jahren liegt Alibaba-Gründer Jack Ma somit unter dem asiatischen Schnitt. RMS Rund ein Viertel der Superreichen in Asien hätten sich aus der Armut herausgearbeitet, so die Studie. In den USA seien es 8 Prozent, in Europa 6 Prozent. Die UBS und PWC schliessen daraus, dass die grossen Vermögen künftig in Asien gebildet werden. RMS 60 Prozent der Selfmade-Milliardäre in den USA und in Europa belassen ihr Unternehmen in den Händen der Familie, 30 Prozent verkaufen Teile ihres Imperiums über einen Börsengang (im Bild: IPO von Action-Kamera-Hersteller Gopro) und 10 Prozent veräussern ihr Geschäft vollständig. RMS In Europa wollen die Milliardäre ihren Besitz mehrheitlich nicht in fremde Hände geben. Zu 57 Prozent ist es am wahrscheinlichsten, dass die Milliardäre es so machen es wie Uhren-Patriarch und Swatch-Gründer Nicolas Hayek (im Bild mit Sohn Nick, links) und das Unternehmen innerhalb der Familie an die nächste Generation weitergeben. In Asien liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei 56 Prozent, in den USA bei lediglich 36 Prozent. RMS Spenden und Philanthropie sind vor allem in den USA angesagt. Über 100 Milliardäre haben der philanthropischen Kampagne «The Giving Pledge» von Microsoft-Gründer Bill Gates (Bild) angeschlossen und das Versprechen abgegeben, über 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. In der Studie gehen UBS und PWC davon aus, dass solche Engagements in den nächsten 20 Jahren stark zunehmen werden.Bilder: Keystone RMS