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Volle Lohntüte für die Dax-Chefs

2014 war für die Chefs der Dax-Konzerne ein gutes Jahr: Sie verdienten im Schnitt 5,3 Millionen Euro und damit 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Überblick.

Das Beratungsunternehmen Towers Watson hat die Vergütung der DAX-Chefs im Jahr 2014 zusammengestellt. Die Top 10 im Überblick:  Platz 10:  Heinrich Hiesinger
Der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp verdiente 2014 5,2 Millionen Euro (plus 7 Prozent)
Platz 9:  Kurt Bock
Der BASF-Chef kassierte 2014 5,3 Millionen Euro und damit genauso viel wie bereits 2013.
Platz 8: Marijn Dekkers
Mit einem Verdienst in Höhe 5,4 Millionen Euro muss sich der Bayer-Chef im Jahr 2014 mit genauso viel zufrieden geben wie...
Platz 8: Stefan Heidenreich
...der Vorstandsvorsitzende von Beiersdorf (plus 27 Prozent).
Platz 7: Frank Appel
Auf Platz 7 rangiert mit 5,8 Millionen Euro der Chef der Deutschen Post (plus 3 Prozent).
Platz 6: Michael Diekmann
100'000 Euro mehr verdiente der Allianz-Chef Dieckmann (plus 2 Prozent).
Platz 5: Joe Kaeser
Mit 6,1 Millionen bekam der Siemens-Chefs 2014 6 Prozent mehr Gehalt.
Platz 4: Kasper Rorsted
Der Henkel-Chef verdiente 2014 6,8 Millionen Euro (plus 1 Prozent).
Platz 3: Karl-Ludwig Kley
Der dritte Platz der bestverdienenden DAX-Chefs geht an den Merck-Chef. Sein Verdienst: 7,7 Millionen Euro (plus 6 Prozent).
Platz 2: Dieter Zetsche
Der Daimler-Chef kassierte 2014 insgesamt 8,4 Millionen Euro und damit ein Prozent mehr als 2013.
Platz 1: Martin Winterkorn Spitzenverdiener war der Studie zufolge erneut VW-Chef Martin Winterkorn. Der Manager verdiente nach einem Rekordjahr des Autokonzerns 15,6 Millionen Euro, 7 Prozent mehr als 2013. Bilder: Keystone
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RMS

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Die Chefs der Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr kräftig von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitiert. Sie verdienten im Schnitt 5,3 Millionen Euro und damit 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer am Mittwoch vorgelegten Untersuchung des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Das Plus liegt deutlich über dem jährlichen Durchschnitt von 3,4 Prozent der letzten Jahre. Verzerrt wird das Bild allerdings durch einen kräftigen Sprung bei Commerzbank-Chef Martin Blessing. Er erhielt erstmals seit der Finanzkrise einen Bonus.

Spitzenverdiener war der Studie zufolge erneut VW-Chef Martin Winterkorn. Der Manager verdiente nach einem Rekordjahr des Autokonzerns 15,6 Millionen Euro, 7 Prozent mehr als 2013. K+S Lenker Norbert Steiner musste sich dagegen mit 2,1 Millionen Euro begnügen (minus 2 Prozent).

Commerzbank-Chef räumt ab

Commerzbank-Chef Blessing kassierte neben einem Grundgehalt von 1,3 Millionen Euro dem Geschäftsbericht zufolge noch einmal gut den gleichen Betrag als variable Vergütung. Damit beliefen sich seine Gesamtbezüge für 2014 auf 2,67 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte er knapp 1,4 Millionen Euro verdient und dabei auf einen Bonus verzichtet. Ohne diesen Sprung wäre die Vergütung der Dax-Chefs den Angaben zufolge im Schnitt um 4,6 Prozent gestiegen.

Die Konzerne steigerten ihren Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) im vergangenen Jahr um durchschnittlich 15 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Ausgewertet wurden die bisher vorliegenden Geschäftsberichte von 23 der 30 Dax-Konzerne.

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(awp/ccr)

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