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Lifestyle

So ernähren Sie sich am klimafreundlichsten

Veganer? Flexitarier? Oder Protein-Junkie? Die Essensgewohnheiten, die Menschen pflegen, sind sehr unterschiedlich - genauso wie der Treibhausgasausstoss des jeweiligen Ernährungsstils. Ein Überblick.

Caroline Freigang

Der WWF hat den Fussabdruck verschiedener Lebensmittelgruppen testen lassen. Das Ranking zeigt, welche Auswirkung sieben Ernährungsstile aufs Klima haben. Keystone
Platz 7: Der Protein-Junkie: Dazu zählen Anhänger der Paleo- oder Low-Carb-Diät. Bei ihm stehen in erster Linie Fleisch, Milch- und Molkeprodukte und Eier auf dem Speiseplan. Der Protein-Junkie verursacht pro Jahr umgerechnet 2'350 Kilo CO2, was 11'700 Autokilometern entspricht. Keystone
Platz 6: Der Fleischvernichter: Er ernährt sich vor allem von: Fleisch. Keystone
Platz 5: Der Schweizer Durchschnitt: Er isst alles: Fleisch, Milchprodukte, Eier, nimmt aber wenig pflanzliche Proteine und nur gemässigt Obst und Gemüse zu sich. Keystone
Platz 4: Der Flexitarier: Der Teilzeit-Vegetarier isst im Prinzip, wie es die Schweizer Gesellschaft für Ernährung empfielt, mit zwei bis dreimal Fleisch pro Woche. Beim Treibstoffausstoss liegt er damit im Mittelmass. Keystone
Platz 3: Der Ovo-Lacto-Pescetarier: Für ihn ist Fleisch tabu, dafür isst er Fisch, Milchprodukte und Eier. Das Klima dankt es ihm. Keystone
Platz 2: Der Ovo-Lakto-Vegetarier: Er ernährt sich ohne Fleisch und Fisch, greift aber zu Milchprodukten und Eiern. Keystone
Platz 1: Der Veganer: Er verzichtet auf alles, was vom Tier kommt: Fleisch, Milchprodukte, Eier und sogar Honig. Der Veganer ernährt sich ausschliesslich von pflanzlichen Proteinen. Damit ist er der Star, wenns um Klima geht. Keystone
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Vom Veganer über den Lakto-Vegetarier bis zur Paleo-Diät: Die Bandbreite an Essensgewohnheiten, die Menschen pflegen, ist sehr unterschiedlich. Sind Veganer am striktesten mit ihrer «Nichts-vom-Tier»-Regel, laben sich die Freunde der Steinzeitdiät an Steak, Koteletts und Omeletten.

Jede Gruppe steht zu ihren Überzeugungen: Ihre Ernährung sei am besten fürs Tier, für die Gesundheit, fürs Klima. Die Umweltschutzorganisation WWF hat jetzt den Fussabdruck von sieben Ernährungsstilen untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Studie vom Ökobilanz-Spezialisten ESU-Services dürften die asketischste Gruppe unter den Diätlern freuen: Demnach ist nämlich der Veganismus am freundlichsten für das Klima.

Klima-Sünder Protein-Junkie

Für die Studie wurde der Treibhausgasausstoss von sieben verschiedenen Ernährungsstilen berechnet und mit dem CO2-Ausstoss von Autos verglichen. Berücksichtigt wurden auch Transport, Vertrieb und Verpackung der Lebensmittel. Die Resultate zeigen klar: Je mehr pflanzliche Produkte man isst, desto besser ist das für das Klima.

Ein Protein-Junkie verursacht demnach im Jahr umgerechnet 2'350 Kilo CO2. Das wären aufs Auto übertragen ein Ausstoss von rund 11'700 Autokilometer. Wenn man berücksichtigt, dass der durchschnittliche Schweizer pro Jahr 10'000 Kilometer mit dem Auto zurücklegt, ist das eine beachtliche Zahl. Der Veganer verursacht hingegen mit 1'124 Kilogramm CO2 knapp die Hälfte, also 5'600 Autokilometer.

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Schweizer Konsument is(s)t wenig bewusst

Der Flexitarier, der zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch isst, verursacht nur 1'495 Kilo CO2. «Wer seinen Speiseplan mit vegetarischen Gerichten anreichert und Fleisch- und Milchprodukte als etwas Besonderes geniesst, tut der Umwelt viel Gutes», so Christoph Meili, Ökobilanzexperte beim WWF Schweiz.

Am besten ist es laut WWF also, weniger tierische Proteine zu essen – denn sie seien im Schnitt für die Hälfte der ernährungsbedingten Umweltbelastungen verantwortlich. Besser sind pflanzliche Proteine, etwa Linsen, Nüsse, oder Bohnen. Problem sei, dass es vielen Schweizern nicht bewusst ist, dass sie durch den Konsum von Fleisch das Klima belasten, so Meili. Es brauche ein Umdenken. Eine Studie des Bundesamt für Umwelt (BAFU) habe gezeigt, dass die Befragten einen reduzierten Fleischkonsum als am wenigsten wirksam beim Klimaschutz einstuften.

Sehen Sie in der Bildergalerie unten, die besten Schweizer Köche im Ausland:
Die besten Schweizer Köche im Ausland:Daniel Humm verliess mit 14 Jahren Strengelbach, um die Schule gegen eine Kochlehre in Schinznach-Bad einzutauschen. Zehn Jahre später erkochte er den ersten «Michelin»-Stern. 2003 holte ihn der Schweizer Hotelier Paul Zuest nach San Francisco. Drei Jahre später folgte er dem Ruf von Danny Meyer, damals Besitzer des «Eleven Madison Park», nach Manhattan.Bilder: Roderick Aichinger/PR/Jones Gareth/Giovanni Panarotto
Anton Mosimann war der erste Küchenchef aus der Schweiz, der im Ausland für Aufmerksamkeit sorgte. Als 28-Jähriger wurde er Chef de Cuisine im Dorchester Hotel und erkochte dort zwei «Michelin»-Sterne - die ersten, die je für ein Hotelrestaurant ausserhalb Frankreichs vergeben wurden. 1988 eröffnete er den «Mosimann's Club» in Belgravia. Mosimann kocht für Prince Charles, die Queen und königliche Empfänge.
Die einzige Schweizerin unter den weltweiten Starköchen, Nadine Wächter-Moreno, wechselte einst vom beschaulichen Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern ins Boutiquehotel Longitude 131 beim Ayers Rock in der australischen Wüste. 2008 holte dann die Hyatt-Gruppe sie ins «Park Hyatt» in Tokio, wo sie zwei Jahre später zur Chefköchin ernannt und für alle vier Hotelrestaurants verantwortlich gemacht wurde. 2013 schickte Hyatt sie nach Mexiko ins «Grand Hyatt Playa del Carmen».
Geboren in Singapur, lebt Gray Kunz heute in Hongkong. Richtig bekannt wurde er in New York, wo er im Restaurant Lespinasse im Hotel St. Regis als einer der Ersten klassische französische Kochkunst mit asiatischen Zutaten aufmischte und dafür mit Höchstlob überschüttet wurde. Nachdem er in New York ein erstes Café Gray eröffnet hatte, folgte im Oktober 2009 das Café Gray Deluxe im schicken Hotel The Upper House Hong Kong.
Zu Florian Trentos ersten Arbeitgebern gehörten die berühmten Bürgenstock-Hotels und das Park Hotel Vitznau. Über eine Station in Saudi-Arabien kam der Aargauer ins Hotel The Peninsula in Hongkong, wo er seit über 20 Jahren als Executive Chef tätig ist. In dieser Funktion leitet er das kulinarische Geschehen der neun Hotelrestaurants. Er zeichnet auch für die Gastronomie auf den Business- und First-Class-Flügen der Swiss nach Hongkong, Bangkok, Shanghai und Peking verantwortlich.
Er ist 35, und er dirigiert rund 320 Köche in einem der legendärsten Hotels der Welt. Der Bündner Stefan Trepp arbeitet im Mandarin Oriental Hotel in Bangkok, ihm unterstehen acht Restaurants, jedes mit eigener Küche, plus die Küche für Zimmerservice und Bankette, die Bäckerei und die Konditorei. Dafür, dass er das alles schafft und dabei auch noch selber in der Küche steh, wurde er in diesem Jahr vom Guide «Gault Millau» zum «Schweizer Star im Ausland» gekürt.
Pietro Leemanns erster Mentor war der Tessiner Koch Angelo Conte Rossini, der ihm zu einer Lehrstelle beim legendären Frédy Girardet in Crissier verhalf. Es folgten Lehr- und Arbeitsjahre bei Gualtiero Marchesi in Mailand und im Richmond Hotel in Genf. Er reiste durch den Orient und landete 1989 wieder in Mailand, wo er das vegetarische Restaurant Joia eröffnete. Es dauerte Jahre, bis das Restaurant erfolgreich wurde, doch 1996 kam der ersehnte «Michelin»-Stern.
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RMS

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