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Luxus

Schweizer Uhren sichern sich Topadresse in Manhattan

2018 öffnet New Yorks neueste Mega-Mall in den «Hudson Yards» seine Türen. Um die Millionen Besucher werden auch Rolex- und IWC-Uhren buhlen. Möglich macht es die Expansion eines britischen Geschäfts.

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Hudson Yards: Zu den künftigen Mietern gehört auch «Watches of Switzerland».  PR RMS

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In New York entsteht mit den «Hudson Yards» ein komplett neues Quartier: ein Dutzend Wolkenkratzer, die Wohnungen, Büros und gigantische Shoppingmöglichkeiten beherben sollen. In dem riesigen Einkaufszentrum mit rund 100 Läden haben sich Schweizer Uhrenmacher eine prominente Lage gesichert. Rolex, Cartier, IWC und Patek Philippe werden dort ab 2018 unter dem Label «Watches of Switzerland» zu finden sein, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet. Es ist der erste solche Standort in den USA.
Die Schweizer Uhrenbauer begeben sich dort in beste Gesellschaft: Nobelwarenhauskette Neiman Marcus, die exklusive Schuhmarke Stuart Weitzman und ein Restaurant von Starkoch Thomas Keller haben sich bereits ihre Quadratmeter gesichert. Für den richtigen Ladenmix im Shoppingscenter sorgen auch Mieter wie H&M oder Zara.

Millionen Käufer werden erwartet

Während hierzulande Einkaufszentren mit rückläufigen Umsätzen und Nachfrage nach Verkaufsflächen kämpfen, hat der Vermieter in New York offenbar keine Probleme, seine rund 93'000 Quadratmeter zu füllen. Zwei Jahre vor der Eröffnung seien bereits fast 60 Prozent vermietet, so der CEO von Related Urban, Kenneth Himmel.
«Watches of Switzerland» hat sich für seinen ersten US-Standort eine Topadresse ausgesucht. 26 Millionen Besucher sollen ab Herbst 2018 das Einkaufzentrum besuchen und dort dann auch Schweizer Uhren einkaufen. Die U-Bahnhaltestelle 34 St-Hudson Yards sorgt dafür, dass die Kauflustigen in nur drei Minuten vom Times Square in das neue Quartier kommen.

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Kleinstadt in Grossstadt

Die vor einem Jahr eröffnete Station ist Teil der grössten Projektentwicklung in New York seit dem Bau des Rockefeller Centers in den 30er Jahren. In den fünf Bürogebäuden und acht Wohntürmen der «Hudson Yards» sollen dereinst mehr als 125'000 Leute wohnen und arbeiten, schätzt die New Yorker Beratungsfirma Appleseed. Das neue Quartier soll mehr Büroräume bieten als die ganze Innenstadt von San Diego oder Austin.
Die Gesamtkosten des Projekts mit öffentlicher Schule, Parkanlage, Kulturräumlichkeiten und Aussichtsplattform auf 346 Metern Höhe sollen über 20 Milliarden Dollar betragen. Gross dürfte auch der Wert sein: Wie die Berater berechneten, sollen die eingemieteten Unternehmen fast 19 Milliarden Dollar pro Jahr zum Bruttoinlandprodukt der Stadt New York beitragen.

Dank schwachem Pfund ein Boom

«Watches of Switzerland» wagt mit dem geplanten Geschäft in Manhattan den Sprung über den Atlantik. Die Kette gehört der britischen Aurum Holding, die bisher 16 Boutiquen in Grossbritannien betreibt. Aurum Holding ist wiederum eine Tochter der US-Investmentfirma Apollo Global Management.
Diesen Sommer liefen die Geschäfte bei «Watches of Switzerland» heiss. Zwischen Ende Juni und Anfang Oktober hätten die Uhrenverkäufe durch das Brexit-geschwächte Pfund um 40 Prozent zugelegt, so CEO Brian Duffy gegenüber der «New York Times». Inzwischen haben Rolex oder auch Patek Philippe die Preise nach oben angepasst. Die Expansion nach New York und die Millionen potenzieller US-Käufer könnten eine Normalisierung der britischen Verkäufe aber wohl kompensieren.

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(jfr/me)
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