Zwölf Stunden Flug, eine andere Welt. Sonne, milde Luft und fröhliche Gesichter lassen die Kälte des Winters und die verbiesterten Mienen hierzulande vergessen.
Es gibt ihn wirklich, den schönsten Ausblick der Welt. Wenn man auf dem Corcovado unter der Christusstatue steht und hinunterblickt auf den Zuckerhut, die Strände von Copacabana und Ipanema, auf Hügel, Lagunen und Buchten, dann weiss man: Das ist er.
In sechs Tagen, sagen die Cariocas, Rios Einwohner, hat Gott die Erde erschaffen, am siebenten Rio de Janeiro. Die endlose Fahrt vom Flughafen nach Copacabana schärft den Blick für die Weitläufigkeit der Metropole, die offiziell 5,5 Millionen Einwohner zählt, effektiv jedoch fast doppelt so viele Menschen beherbergt. Allein die Strände von Copacabana und Ipanema sind zusammen über acht Kilometer lang. Dahinter sieht eine Strasse wie die andere aus, bevölkert von Menschen in Badehosen, die selbst weit entfernt vom Strand das Stadtbild dominieren. Nicht Touristen verzichten hier auf Textilien, sondern Einheimische. Fast jeder scheint gerade seinen besonders guten Tag zu haben. Wozu sich aufregen? Cariocas nähmen nichts und niemanden ernst, sagen die Paulistas im fast doppelt so grossen, geschäftstüchtigen São Paulo. Dort wird das Geld verdient, Rio freut sich des Lebens – und auf Olympia 2016.
Den einmaligen Hotel-Geheimtipp gibt es nicht. Ein Prachtbau ist das Copacabana Palace. Hauptkonkurrenz: das Caesar Park am Ipanema-Strand. Auch im Designhotel Marina All Suites im Leblon-Quartier gibt es den Blick aufs Meer.
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Im Leblon konzentrieren sich die netten Restaurants. In der Rua Dias Ferreira locken fabelhafte Lokale wie Zuka (italienisch/asiatisch), Sushi Leblon (japanisch/europäisch) und Doce Delícia (Fisch). Mediterrane Küche und blendende Schönheiten gibt es in der Bar D’Hôtel im «Marina All Suites». In Ipanema empfehlen sich das Edel-Sandwich-Lokal Forneria Rio und die Gute-Laune-Restaurants Garota de Ipanema und Zazá Bistrô Tropical.
Wer authentisch ausgehen und tanzen möchte, ist im aufstrebenden Lapa-Viertel richtig, besonders im lebendigen Rio Scenarium und im Estrela da Lapa. Glamouröse Club-Atmosphäre mit heissen Rhythmen bietet das 00 (Zero Zero) beim Gávea-Planetarium. Vorher sollte man etwas für den Teint tun – vornehme Blässe ist in Rio kein Schönheitsideal.
Dinner: Sushi Leblon, Rua Dias Ferreira 256, Tel. 2512 7830, www.sushileblon.com Estrela da Lapa, Av. Mem de Sá 69, Tel. 2507 6686, www.estreladalapa.com.br Bar D’Hôtel, im Hotel Marina All Suites, Av. Delfim Moreira 696, Tel. 2540 4990