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Elektroautos

E-Autos: Die Reichweiten wachsen

Hierzulande gibt es sieben Elektroautos mit einer Reichweite von mehr als 150 Kilometern. Die Industrie arbeitet an immer leistungsstärkeren Batterien. Sie sollen dereinst Benzin überflüssig machen.

Matthias Pfannmüller

BMW i3: Vier Sitzplätze, ein kleiner Kofferraum und darüber eine knapp vier Meter kurze Karbonkarosserie: So sieht die Elektrovision aus. Der i3 verfügt über 125 kW (170 PS) und 250 Newtonmeter, ist bis zu 150 km/h schnell, schafft mit einer Batterieladung 160 Kilometer und soll das erste einer ganzen Reihe von BMW-Elektroautos sein.
Ford Focus Electric:  Äusserlich ist die Batterievariante nur am zusätzlichen «Tankdeckel» für das Ladekabel am vorderen linken Kotflügel zu erkennen – also eigentlich gar nicht. 107 kW und 250 Nm sorgen für flüssige Bewegung; das 4,36 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Auto beschleunigt auf maximal 138 km/h und kommt bis zu 160 Kilometer weit. Ladezeit: mindestens vier Stunden.
Nissan Leaf: Der apart, aber nicht affektiert gestaltete Leaf behauptet sich noch im guten Mittelfeld; vor allem beim Thema Reichweite lässt das 4,45 Meter lange, 80 kW starke, bis zu 145 km/h schnelle Fahrzeug mit 175 möglichen Kilometern viele jüngere Angebote hinter sich. Dazu kommt, dass der 1400 Kilo schwere Japaner per Wallbox in einer Stunde komplett aufgeladen werden kann.
Renault Zoé Z.E.: Die Elektrifizierungs-Ambitionen von Renault haben bereits einige Fahrzeuge hervorgebracht. Doch erst der 4,10 Meter lange und rund 1400 Kilo wiegende Zoé ist ein vollwertiges Automobil. Angetrieben wird es von einem 65-kW-220-Nm-E-Motor, der den Wagen auf bis zu 135 km/h beschleunigen kann.
Smart Fortwo ED: Konsequent für die City ist der Smart Electric Drive entwickelt worden. In der Schweiz mit ihrem gut ausgebauten öV stellt sich da die Sinnfrage, doch wer den 990 Kilo leichten Elektro-Fortwo schon einmal gefahren hat, weiss den Zweisitzer zu schätzen. Flink und leise ist er, findet mit nur 2,73 Meter Länge überall eine Parklücke und sieht immer gut aus.
Tesla Model S: Viel schon wurde über die smarte E-Limo geschrieben. Tatsächlich bietet sie mit bis zu 310 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h ein beeindruckendes Fahrerlebnis, ist in einer Stunde wieder voll geladen – und markiert mit über 400 Kilometer Reichweite unter Elektroautos gegenwärtig den State of the Art.
Volkswagen e-Golf: Mit maximal 85 kW und 270 Nm ist der 1450 Kilo schwere, 4,20 Meter lange Kompakt- wagen 140 km/h schnell; er kommt mit vollen Lithium-Ionen- Zellen bis zu 190 Kilometer weit und ist in sechs bis acht Stunden (Wallbox) oder 30 Minuten (Gleichstrom) wieder startklar.Bilder PR
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BMW i3, Ford Focus Electric, Nissan Leaf, Renault Zoé Z.E., Smart Fortwo ED, Tesla Model S und Volkswagen e-Golf heissen die coolsten Elektroautos die man in der Schweiz kaufen kann.
Natürlich gibt es heute mehr als sieben Elektroautos; rund 40 sind derzeit auf dem Schweizer Markt verfügbar. Aber die andern haben eben eine geringere Reichweite – oder sind gar keine rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge. Den Fisker Karma zum Beispiel gibt es nur mit Range Extender, ebenso den Opel Ampera (sein Zwilling Chevrolet Volt wird in Europa nicht mehr lange angeboten), und der Audi A3 Sportback e-tron ist ebenso ein Vollhybrid wie Toyota Prius oder VW XL1.

Vielversprechende Zukunft

Vollhybrid-Autos haben an Bedeutung gewonnen, weil sie Autonomie garantieren, wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist, und weil sie mit geringen Verbräuchen und Emissionswerten überzeugen. Das Duell der Hybridboliden McLaren P1 und Porsche 918 Spyder ist vorrangig der Fahrdynamik geschuldet und hat in diesem Kontext nichts verloren.
Parallel wird intensiv an leistungsstärkeren Batterietypen sowie sauberen Energien geforscht und eine dichtere Ladestation-Infrastruktur aufgebaut. Kurz: Die Zukunft des ausschliesslich elektrisch angetriebenen Automobils ist heute vielversprechender denn je.

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