Hass auf die Clintons entwickelt
Eigentlich wollte sie Richterin werden, dann entschied sie sich für die PR-Branche, gründete im Alter von 28 Jahren ihre eigene Firma und heiratete ihren Mann George Conway. Der war als Anwalt in New York einst einer der Vertreter von Paula Jones, die Bill Clinton sexueller Übergriffe bezichtigt hatte. Kellyanne soll damals im Hintergrund kräftig mitgemischt und einen Hass auf die Clintons entwickelt haben.
Ihr Berufsleben lang hat sie als Meinungsforscherin versucht, das Wahlverhalten von Frauen zu ergründen, vor allem im Auftrag der Republikaner.
Hillary Clinton war stets ein rotes Tuch. In den vergangenen Monaten verging kaum ein Interview, in dem sie nicht einen Seitenhieb auf die Frau austeilte, die so gern erste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden wollte.
Wie nah sie Trump geworden ist, zeigen zwei Vorfälle, in die jeweils ein Telefon involviert war. Als Trumps Aktivitäten auf Sozialen Netzwerken wieder einmal ausser Kontrolle zu geraten drohten, soll sie ihm kurzerhand das Handy weggenommen haben. Und als Hillary Clinton Trump in der Wahlnacht
zum Sieg gratulieren wollte, rief deren Vertraute auf dem Mobiltelefon von Kellyanne Conway an. Schwer vorstellbar, dass Präsident Trump auf die Dienste der streitbaren Blondine verzichten will. Auf Twitter räumte sie bereits ein, einen Job angeboten bekommen zu haben.