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BILANZ-Hotel-Ranking 2021

Die besten Stadthotels in Europa 2021

Die Gästeströme werden künftig andere sein. Business-Bettenburgen fehlt die Perspektive, während feine Stadtoasen bereits wieder aufblühen.

10 Bilder
La_Reserve_Paris
Platz 1 (Vorjahr: 3): La Réserve Paris, Paris In einer Stadt, in der Dutzende von ambitionierten Boutiquehotels um die Aufmerksamkeit zahlungskräftiger Gäste buhlen, gelingt es der 2015 eröffneten La Réserve Paris wie keiner anderen Herberge an der Seine, ein Gefühl intimer Raffinesse entstehen zu lassen und darüber hinaus auch alle berühmten Traditionshäuser und Global Player vor Ort zu überstrahlen. Diese Hotelperle im achten Arrondissement ist ein echter «coup de coeur» für Connaisseure, die das Sehen und Gesehenwerden in palastartigen Lobbys und aufgesetztes Luxus-Getue nicht ertragen, sondern ein gewisses Understatement schätzen und sich eher wie in einem exklusiven zweiten Zuhause fühlen wollen. Auch in puncto Gastlichkeit: Wer ein Trauma von der sprichwörtlichen Arroganz der Pariser Servicemitarbeiter hat, kann hier sein Urteil nachhaltig revidieren. Das Hotelteam scheint ebenso glücklich, hier zu sein wie die Gäste. Es gibt kein schlechtes Zimmer, und selbst die kleinsten Zimmer zum Innenhof sind charmant. Diese einstige Stadtresidenz aus dem 19. Jahrhundert mit ihren stimmungsvollen Salons, dem schönen Spa mit Pool im Untergeschoss und der verschwenderischen Liebe zum Detail ist eine hedonistische Fantasie von Michel Reybier. Der Hotelunternehmer hat sich hier mithilfe von Innenarchitekt Jacques Garcia einen persönlichen Traum erfüllt, den er nun mit seinen Gästen weiterträumt. Bemerkenswert: La Réserve Paris war eines der wenigen Stadthotels auf der ganzen Welt, das während der Pandemie durchgehend geöffnet blieb. Wenn doch nur… die Gerichte im Gourmetlokal Le Gabriel (zwei Michelin-Sterne) nicht so gesucht originell wären. Doch ist das ganztägig geöffnete Zweitrestaurant La Pagode de Cos eine entspannte Alternative (der Name bezieht sich auf den Zweitwein des Bordeaux-Weinguts Château Cos d’Estournel, das ebenfalls Michel Reybier gehört).zVg
La_Reserve_Paris
Platz 1 (Vorjahr: 3): La Réserve Paris, Paris In einer Stadt, in der Dutzende von ambitionierten Boutiquehotels um die Aufmerksamkeit zahlungskräftiger Gäste buhlen, gelingt es der 2015 eröffneten La Réserve Paris wie keiner anderen Herberge an der Seine, ein Gefühl intimer Raffinesse entstehen zu lassen und darüber hinaus auch alle berühmten Traditionshäuser und Global Player vor Ort zu überstrahlen. Diese Hotelperle im achten Arrondissement ist ein echter «coup de coeur» für Connaisseure, die das Sehen und Gesehenwerden in palastartigen Lobbys und aufgesetztes Luxus-Getue nicht ertragen, sondern ein gewisses Understatement schätzen und sich eher wie in einem exklusiven zweiten Zuhause fühlen wollen. Auch in puncto Gastlichkeit: Wer ein Trauma von der sprichwörtlichen Arroganz der Pariser Servicemitarbeiter hat, kann hier sein Urteil nachhaltig revidieren. Das Hotelteam scheint ebenso glücklich, hier zu sein wie die Gäste. Es gibt kein schlechtes Zimmer, und selbst die kleinsten Zimmer zum Innenhof sind charmant. Diese einstige Stadtresidenz aus dem 19. Jahrhundert mit ihren stimmungsvollen Salons, dem schönen Spa mit Pool im Untergeschoss und der verschwenderischen Liebe zum Detail ist eine hedonistische Fantasie von Michel Reybier. Der Hotelunternehmer hat sich hier mithilfe von Innenarchitekt Jacques Garcia einen persönlichen Traum erfüllt, den er nun mit seinen Gästen weiterträumt. Bemerkenswert: La Réserve Paris war eines der wenigen Stadthotels auf der ganzen Welt, das während der Pandemie durchgehend geöffnet blieb. Wenn doch nur… die Gerichte im Gourmetlokal Le Gabriel (zwei Michelin-Sterne) nicht so gesucht originell wären. Doch ist das ganztägig geöffnete Zweitrestaurant La Pagode de Cos eine entspannte Alternative (der Name bezieht sich auf den Zweitwein des Bordeaux-Weinguts Château Cos d’Estournel, das ebenfalls Michel Reybier gehört).zVg

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Fairmont Hotel Hamburg
Platz 2 (Vorjahr: 1): Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg Den Fixsternen am Hotelhimmel kommt zugute, dass sie nicht irgendeine Geschichte erzählen, sondern die Geschichte ihrer Stadt. Sie sind zum Synonym ihrer Destination geworden und machen das dortige Lebensgefühl in verdichteter Form erfahrbar, ohne dass man das Hotel je verlassen müsste. Das «Vier Jahreszeiten» an der Binnenalster verkörpert die Quintessenz von Hamburg besser als jedes andere Hotel der Hansestadt und hat seine Rolle im 21. Jahrhundert mustergültig neu definiert, indem es die Atmosphäre behaglicher Grandhotellerie mit zeitgemässen Akzenten kontrastiert, etwa dem japanisch-südamerikanischen Restaurant «Nikkei Nine» oder der geradezu genialen Gestaltung des gesamten Küchenbereichs hinter den Kulissen. Schon beim Betreten dieser lebenden Hotellegende von 1897 spürt man sofort: Das ist ein Ort von Menschen für Menschen. Im Mittelpunkt allen Handelns von Hotelier Ingo C. Peters und seinem einnehmenden Team steht der Leitsatz, die grundlegenden Dinge verlässlich gut zu machen, die Werte durchdachter Gastlichkeit hochzuhalten und wo immer sinnvoll für eine persönliche Note zu sorgen. Das im Vorjahr erstplatzierte Haus muss sich in diesem Jahr mit dem zweiten Rang begnügen, bleibt aber ein Leuchtturm urbaner Gastlichkeit mit Einmaligkeitscharakter. Wenn doch nur… mehr Hotels in deutschen Städten so passionierte Gastgeber hätten. Damit ist nicht nur Ingo C. Peters gemeint, sondern auch die hohe Anzahl anpackender, warmherziger und entgegenkommender Nachwuchstalente im «Vier Jahreszeiten».PD
Fairmont Hotel Hamburg
Platz 2 (Vorjahr: 1): Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg Den Fixsternen am Hotelhimmel kommt zugute, dass sie nicht irgendeine Geschichte erzählen, sondern die Geschichte ihrer Stadt. Sie sind zum Synonym ihrer Destination geworden und machen das dortige Lebensgefühl in verdichteter Form erfahrbar, ohne dass man das Hotel je verlassen müsste. Das «Vier Jahreszeiten» an der Binnenalster verkörpert die Quintessenz von Hamburg besser als jedes andere Hotel der Hansestadt und hat seine Rolle im 21. Jahrhundert mustergültig neu definiert, indem es die Atmosphäre behaglicher Grandhotellerie mit zeitgemässen Akzenten kontrastiert, etwa dem japanisch-südamerikanischen Restaurant «Nikkei Nine» oder der geradezu genialen Gestaltung des gesamten Küchenbereichs hinter den Kulissen. Schon beim Betreten dieser lebenden Hotellegende von 1897 spürt man sofort: Das ist ein Ort von Menschen für Menschen. Im Mittelpunkt allen Handelns von Hotelier Ingo C. Peters und seinem einnehmenden Team steht der Leitsatz, die grundlegenden Dinge verlässlich gut zu machen, die Werte durchdachter Gastlichkeit hochzuhalten und wo immer sinnvoll für eine persönliche Note zu sorgen. Das im Vorjahr erstplatzierte Haus muss sich in diesem Jahr mit dem zweiten Rang begnügen, bleibt aber ein Leuchtturm urbaner Gastlichkeit mit Einmaligkeitscharakter. Wenn doch nur… mehr Hotels in deutschen Städten so passionierte Gastgeber hätten. Damit ist nicht nur Ingo C. Peters gemeint, sondern auch die hohe Anzahl anpackender, warmherziger und entgegenkommender Nachwuchstalente im «Vier Jahreszeiten».PD
Four Seasons Hotel Firenze, Florenz
Platz 3 (Vorjahr: 8): Four Seasons Hotel Firenze, Florenz Mit seiner prachtvollen Architektur macht das Gebäude-Ensemble der Renaissancestadt alle Ehre. Und dank dem riesigen Innenhofgarten fühlt man sich ein bisschen wie auf einem toskanischen Landgut – mit dem Vorteil, dass man die Museen und Trattorien um die Ecke weiss. Für viele Reisende ist das 2008 eröffnete Four Seasons Hotel Firenze eine der schönsten Stadtoasen der Welt. Es bietet Substanz statt Spektakel und Stil statt Trend. Zudem versteht es das Hotelteam unter Max Musto, sich flexibel und situationsabhängig auf jeden Gast einzustellen und herauszuspüren, was Menschen individuell glücklich macht. «Die Gäste kommen zu uns, weil sie wissen, dass wir ihnen Florenz auf eine Art zeigen, wie nur wir es können», sagt der neapolitanische Hausherr. Wenn doch nur… beim Frühstück immer genügend Tische für alle Gäste zur Verfügung stehen würden, so dass der Morgen nicht mit einer möglichen Wartezeit beginnt.PD
Four Seasons Hotel Firenze, Florenz
Platz 3 (Vorjahr: 8): Four Seasons Hotel Firenze, Florenz Mit seiner prachtvollen Architektur macht das Gebäude-Ensemble der Renaissancestadt alle Ehre. Und dank dem riesigen Innenhofgarten fühlt man sich ein bisschen wie auf einem toskanischen Landgut – mit dem Vorteil, dass man die Museen und Trattorien um die Ecke weiss. Für viele Reisende ist das 2008 eröffnete Four Seasons Hotel Firenze eine der schönsten Stadtoasen der Welt. Es bietet Substanz statt Spektakel und Stil statt Trend. Zudem versteht es das Hotelteam unter Max Musto, sich flexibel und situationsabhängig auf jeden Gast einzustellen und herauszuspüren, was Menschen individuell glücklich macht. «Die Gäste kommen zu uns, weil sie wissen, dass wir ihnen Florenz auf eine Art zeigen, wie nur wir es können», sagt der neapolitanische Hausherr. Wenn doch nur… beim Frühstück immer genügend Tische für alle Gäste zur Verfügung stehen würden, so dass der Morgen nicht mit einer möglichen Wartezeit beginnt.PD
J.K. Place Roma, Rom
Platz 4 (Vorjahr: 5): J.K. Place Roma, Rom Das um einen Rang vorrückende J.K Place Roma zwischen Piazza di Spagna und Piazza Navona ist der nicht-mehr-so-geheime Geheimtipp der hiesigen Mode-, Film- und Kreativszene und vermittelt auch «normalen» Gästen das Gefühl, wie ein Starregisseur oder Modeimpresario zu residieren. Die behaglichen Interieurs mit Library-Lounge und J.K. Café sind von Kunst, Avantgarde-Möbeln und verspielter Dekadenz geprägt. In die Suiten (und deren Bäder) würde man gern auf Dauer einziehen. Wer hier absteigt, fühlt sich nicht wie ein gewöhnlicher Tourist im Luxushotel, sondern wie ein Reisender zu Gast bei einem exzentrischen Freund, der für alles gesorgt hat, sich aber gerade entschuldigen lässt. Hotelier Ori Kafri, der weitere entzückende Dependancen in Florenz, Capri und Paris betreibt, weiss, worauf es seiner Klientel ankommt: Stil, Service und Seele. Und dies wird hier auf ganz und gar charmante und geschmeidig italienische Art geboten. Vor der Haustür landet man mitten im Leben, und dank den Insidertipps der bestens informierten «J.K.»-Crew empfindet man sich rasch als Teil der Ewigen Stadt. Wenn doch nur… die Zimmerpreise in Anbetracht der minimalen Infrastruktur etwas gemässigter wären.PD
J.K. Place Roma, Rom
Platz 4 (Vorjahr: 5): J.K. Place Roma, Rom Das um einen Rang vorrückende J.K Place Roma zwischen Piazza di Spagna und Piazza Navona ist der nicht-mehr-so-geheime Geheimtipp der hiesigen Mode-, Film- und Kreativszene und vermittelt auch «normalen» Gästen das Gefühl, wie ein Starregisseur oder Modeimpresario zu residieren. Die behaglichen Interieurs mit Library-Lounge und J.K. Café sind von Kunst, Avantgarde-Möbeln und verspielter Dekadenz geprägt. In die Suiten (und deren Bäder) würde man gern auf Dauer einziehen. Wer hier absteigt, fühlt sich nicht wie ein gewöhnlicher Tourist im Luxushotel, sondern wie ein Reisender zu Gast bei einem exzentrischen Freund, der für alles gesorgt hat, sich aber gerade entschuldigen lässt. Hotelier Ori Kafri, der weitere entzückende Dependancen in Florenz, Capri und Paris betreibt, weiss, worauf es seiner Klientel ankommt: Stil, Service und Seele. Und dies wird hier auf ganz und gar charmante und geschmeidig italienische Art geboten. Vor der Haustür landet man mitten im Leben, und dank den Insidertipps der bestens informierten «J.K.»-Crew empfindet man sich rasch als Teil der Ewigen Stadt. Wenn doch nur… die Zimmerpreise in Anbetracht der minimalen Infrastruktur etwas gemässigter wären.PD

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The Connaught London
Platz 5 (Vorjahr: 12): The Connaught, London In einem der Londoner Grandhotels aufzuwachen bedeutet, unbesiegbar in den Tag zu gehen – so die Einsicht des englischen Musikers Alex James, und man kann ihm nur zustimmen. Doch welches soll man wählen? Viele Hotelliebhaber meinen: The Connaught im vornehmen Stadtteil Mayfair, und das hat viel mit dem langjährigen Personal zu tun. Dieses verbindet Herzlichkeit und Professionalität so selbstverständlich, dass der Standard anderer Luxushäuser (fast) nur noch eine angenehme Nebensache ist. Zum Angebot zählen ein kleines Spa mit Hallenbad, zwei legendäre Bars, das Gourmetrestaurant Hélène Darroze (drei Michelin-Sterne) und das hippe, ganztägig geöffnete «Jean-Georges», wo auch der Afternoon-Tea serviert wird. Vor dem Hotel befindet sich eine wunderbare, regelmässig Wasserdampf verbreitende Brunneninstallation des japanischen Architekten Tadao Ando. Doch das Grundgefühl des «Connaught», in eine Zeitkapsel einzutreten, welche alle Unbill gegenwärtiger Zeiten vergessen lässt, ist geblieben. Das 300 Meter entfernte Schwesterhotel Claridge’s (Rang 18) hat jüngst eine spektakuläre Erweiterung in den Untergeschossen erfahren (bei der 33 Meter tief unter die Brook Street gegraben wurde) sowie eine neue Rooftop-Supersuite erbaut, doch was die berühmtere Schwester an Modernität gewinnt, verliert sie an Aura und Charme. Wenn doch nur… die Restaurants und Bars im Haus nicht zu genüsslichen Ausschweifungen verführen würden, die mit einem «Huch» beim Auschecken enden.PD
The Connaught London
Platz 5 (Vorjahr: 12): The Connaught, London In einem der Londoner Grandhotels aufzuwachen bedeutet, unbesiegbar in den Tag zu gehen – so die Einsicht des englischen Musikers Alex James, und man kann ihm nur zustimmen. Doch welches soll man wählen? Viele Hotelliebhaber meinen: The Connaught im vornehmen Stadtteil Mayfair, und das hat viel mit dem langjährigen Personal zu tun. Dieses verbindet Herzlichkeit und Professionalität so selbstverständlich, dass der Standard anderer Luxushäuser (fast) nur noch eine angenehme Nebensache ist. Zum Angebot zählen ein kleines Spa mit Hallenbad, zwei legendäre Bars, das Gourmetrestaurant Hélène Darroze (drei Michelin-Sterne) und das hippe, ganztägig geöffnete «Jean-Georges», wo auch der Afternoon-Tea serviert wird. Vor dem Hotel befindet sich eine wunderbare, regelmässig Wasserdampf verbreitende Brunneninstallation des japanischen Architekten Tadao Ando. Doch das Grundgefühl des «Connaught», in eine Zeitkapsel einzutreten, welche alle Unbill gegenwärtiger Zeiten vergessen lässt, ist geblieben. Das 300 Meter entfernte Schwesterhotel Claridge’s (Rang 18) hat jüngst eine spektakuläre Erweiterung in den Untergeschossen erfahren (bei der 33 Meter tief unter die Brook Street gegraben wurde) sowie eine neue Rooftop-Supersuite erbaut, doch was die berühmtere Schwester an Modernität gewinnt, verliert sie an Aura und Charme. Wenn doch nur… die Restaurants und Bars im Haus nicht zu genüsslichen Ausschweifungen verführen würden, die mit einem «Huch» beim Auschecken enden.PD
Belmond Hotel Capriani
Platz 6 (Vorjahr: 2): Belmond Hotel Cipriani, Venedig Ein Hotel muss heute vor allem eine Seele haben und eine emotionale Bindung zum Gast herstellen. Unabhängig von der Grösse eines Hauses, geht es um dessen Charakter in einer immer gleicher werdenden Welt und um die Fähigkeit des Hotelteams, Stimmungen zu lesen, flexibel auf individuelle Wünsche zu reagieren und das Leistungsversprechen des Hotels charmant zu erfüllen. Das alles gelingt dem «Cipriani» grossartig. Es ist ein lebendiger und gleichzeitig eben auch gelebter Ort – mit Ecken, Kanten und Gebrauchsspuren. Einige der Korridore und Zimmer bedürfen einer Auffrischung, und nicht jedes Unkraut im Garten wird sofort gezupft. Dafür stimmt der Flow, und die Serenissima wird hier und von hier aus zum Erlebnis. Das hauseigene Mahagoniboot führt innert fünf Minuten zum Markusplatz und jederzeit wieder zurück auf die Giudecca-Insel, an dessen östlichem Ende das Hotel liegt. Nach einem Stadtbummel lockt der Aussenpool, der nicht nur der einzige in Venedig ist, sondern auch noch olympische Ausmasse und einen einmaligen Ausblick auf die Lagune hat. Die Branche blickt nun gespannt auf die weitere Entwicklung dieser Hotelikone. Es gibt ambitionierte Erneuerungspläne des neuen Besitzers LVMH, doch vergehen in Italien rasch einmal fünf Jahre, bis allein die Baugenehmigungen durch sind, ganz besonders in Venedig, und so wird man sich auf die schon länger erforderlichen Renovationen noch etwas gedulden müssen. Wenn doch nur… die omnipräsenten, mit allerlei luxuriösem Ramsch bestückten Verkaufsvitrinen in den öffentlichen Räumen nicht wären.PD
Belmond Hotel Capriani
Platz 6 (Vorjahr: 2): Belmond Hotel Cipriani, Venedig Ein Hotel muss heute vor allem eine Seele haben und eine emotionale Bindung zum Gast herstellen. Unabhängig von der Grösse eines Hauses, geht es um dessen Charakter in einer immer gleicher werdenden Welt und um die Fähigkeit des Hotelteams, Stimmungen zu lesen, flexibel auf individuelle Wünsche zu reagieren und das Leistungsversprechen des Hotels charmant zu erfüllen. Das alles gelingt dem «Cipriani» grossartig. Es ist ein lebendiger und gleichzeitig eben auch gelebter Ort – mit Ecken, Kanten und Gebrauchsspuren. Einige der Korridore und Zimmer bedürfen einer Auffrischung, und nicht jedes Unkraut im Garten wird sofort gezupft. Dafür stimmt der Flow, und die Serenissima wird hier und von hier aus zum Erlebnis. Das hauseigene Mahagoniboot führt innert fünf Minuten zum Markusplatz und jederzeit wieder zurück auf die Giudecca-Insel, an dessen östlichem Ende das Hotel liegt. Nach einem Stadtbummel lockt der Aussenpool, der nicht nur der einzige in Venedig ist, sondern auch noch olympische Ausmasse und einen einmaligen Ausblick auf die Lagune hat. Die Branche blickt nun gespannt auf die weitere Entwicklung dieser Hotelikone. Es gibt ambitionierte Erneuerungspläne des neuen Besitzers LVMH, doch vergehen in Italien rasch einmal fünf Jahre, bis allein die Baugenehmigungen durch sind, ganz besonders in Venedig, und so wird man sich auf die schon länger erforderlichen Renovationen noch etwas gedulden müssen. Wenn doch nur… die omnipräsenten, mit allerlei luxuriösem Ramsch bestückten Verkaufsvitrinen in den öffentlichen Räumen nicht wären.PD
Brown's Hotel London
Platz 7 (Vorjahr: 9): Brown’s Hotel, London Unbeeindruckt vom Auf und Ab der lauteren Konkurrenten an der Themse, bleibt das älteste Londoner Fünfsternehaus – seit 1837 – ein Reservat britischer Lebensart («I don’t stay in a hotel, I always go to Brown’s»). Es ist etwas weniger formell als die bekannteren Grandhotels vor Ort und strahlt eine Gelassenheit aus, die auch das beste Architekturbüro nicht planen und sich ein Hotel nur über viele Jahrzehnte erarbeiten kann. Es wurde von der Rocco-Forte-Gruppe so dezent renoviert und wiederbelebt, dass man die Neuerungen kaum bemerkt. Nichts stört das Auge, nichts ist zu hell oder zu grell. Alles ist von distinguiertem Glanz – das Messing, das Parkett, der Afternoon Tea und das Lächeln der Mitarbeiter. Vor allem aber hat das charismatische «Brown’s» keinerlei Kettenhotel-Flair und kaum grössere Veranstaltungen. Die Salons sind die stimmungsvollsten der Stadt und die öffentlichen Toiletten (vor allem diejenigen der Ladies) schöner als mancher Ballsaal. Auch die Lage an der hübschen Albemarle Street im Mayfair-Viertel ist privilegiert und bietet Ruhe trotz Grossstadt. Wenn doch nur… die Bäder in den Classic Rooms richtige Duschen hätten anstelle der kleinen Badewannen mit Duschmöglichkeit.PD
Brown's Hotel London
Platz 7 (Vorjahr: 9): Brown’s Hotel, London Unbeeindruckt vom Auf und Ab der lauteren Konkurrenten an der Themse, bleibt das älteste Londoner Fünfsternehaus – seit 1837 – ein Reservat britischer Lebensart («I don’t stay in a hotel, I always go to Brown’s»). Es ist etwas weniger formell als die bekannteren Grandhotels vor Ort und strahlt eine Gelassenheit aus, die auch das beste Architekturbüro nicht planen und sich ein Hotel nur über viele Jahrzehnte erarbeiten kann. Es wurde von der Rocco-Forte-Gruppe so dezent renoviert und wiederbelebt, dass man die Neuerungen kaum bemerkt. Nichts stört das Auge, nichts ist zu hell oder zu grell. Alles ist von distinguiertem Glanz – das Messing, das Parkett, der Afternoon Tea und das Lächeln der Mitarbeiter. Vor allem aber hat das charismatische «Brown’s» keinerlei Kettenhotel-Flair und kaum grössere Veranstaltungen. Die Salons sind die stimmungsvollsten der Stadt und die öffentlichen Toiletten (vor allem diejenigen der Ladies) schöner als mancher Ballsaal. Auch die Lage an der hübschen Albemarle Street im Mayfair-Viertel ist privilegiert und bietet Ruhe trotz Grossstadt. Wenn doch nur… die Bäder in den Classic Rooms richtige Duschen hätten anstelle der kleinen Badewannen mit Duschmöglichkeit.PD

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Le Bristol PAris
Platz 8 (Vorjahr: 11): Le Bristol, Paris In nervösen Zeiten wie den heutigen ist es eine Wohltat, in einen Hotelkosmos einzutauchen, der gegen Trends und Modelaunen immun ist und auf das Beständige und Zeitlose setzt. Das zur Oetker Collection gehörende Le Bristol ist so ein unaufgeregt faszinierender Ort, auch wenn man bei den aufgerufenen Zimmerpreisen erst einmal Luft holen muss. Bei den aufwendigen Renovationen der letzten Jahre konnte das luxuriöse, über einen grünen Innenhof und einen kleinen Rooftop-Pool verfügende Traditionshaus an der Einkaufsmeile Rue du Faubourg Saint-Honoré seinen femininen Charme bewahren und sich damit vom eher maskulin geprägten Look der meisten hiesigen Konkurrenten abheben. Das Lebensgefühl von Paris wird im Le Bristol auf hochelegante und dennoch ziemlich lässige Art spürbar. Auch der Service um Direktorin Leah Marshall und die Küche von Eric Fréchon bieten ausreichend Gründe, dass sich das Hotel in der Gunst der Reisenden um drei Ränge verbessern konnte. Wenn doch nur… die Lärmkulisse der Stadt in vielen Zimmern bei geöffneten Fenstern nicht wäre. Doch gibt es auch ruhige Zimmer zum Garten.PD
Le Bristol PAris
Platz 8 (Vorjahr: 11): Le Bristol, Paris In nervösen Zeiten wie den heutigen ist es eine Wohltat, in einen Hotelkosmos einzutauchen, der gegen Trends und Modelaunen immun ist und auf das Beständige und Zeitlose setzt. Das zur Oetker Collection gehörende Le Bristol ist so ein unaufgeregt faszinierender Ort, auch wenn man bei den aufgerufenen Zimmerpreisen erst einmal Luft holen muss. Bei den aufwendigen Renovationen der letzten Jahre konnte das luxuriöse, über einen grünen Innenhof und einen kleinen Rooftop-Pool verfügende Traditionshaus an der Einkaufsmeile Rue du Faubourg Saint-Honoré seinen femininen Charme bewahren und sich damit vom eher maskulin geprägten Look der meisten hiesigen Konkurrenten abheben. Das Lebensgefühl von Paris wird im Le Bristol auf hochelegante und dennoch ziemlich lässige Art spürbar. Auch der Service um Direktorin Leah Marshall und die Küche von Eric Fréchon bieten ausreichend Gründe, dass sich das Hotel in der Gunst der Reisenden um drei Ränge verbessern konnte. Wenn doch nur… die Lärmkulisse der Stadt in vielen Zimmern bei geöffneten Fenstern nicht wäre. Doch gibt es auch ruhige Zimmer zum Garten.PD
Hotel de Russie Rom
Platz 9 (Vorjahr: 10): Hotel de Russie, Rom Der neunte Platz geht an die römische Niederlassung der Rocco Forte Hotels. Hier checkt man nicht ein, hier kommt man an. Und der Luxus ist nicht zu Schau gestellt, sondern dem Gast selbstverständlich als Bühne seines Auftritts, als Kulisse seiner Inszenierung überlassen. Die Zimmer sind frei von lauten Signalen und bieten dem Gast alles, was er braucht, aber nichts Unsinniges darüber hinaus. Eingerichtet wurden sie von Olga Polizzi, der Schwester von Sir Rocco. Die Lage bei der Piazza del Popolo und zu Füssen des Stadtparks Villa Borghese ist super. Wer einigermassen fit ist, kann sämtliche Sehenswürdigkeiten Roms zu Fuss erreichen. Das Problem ist nur: Wer einmal im Hotel de Russie angekommen ist, will eigentlich gar nicht mehr raus. Der «Giardino segreto» im Innenhof ist zu schön. Man sitzt unter Palmen und Eiben und es duftet nach Rosen, Jasmin, Zitrusfrüchten, Rosmarin und Lavendel. Die Terrassen der beiden Restaurants und der Hotelbar sind Teil des berauschenden Grüns. Wenn doch nur… die vielen Veranstaltungen und Hochzeiten nicht wären – nicht immer kommt man als Individualgast reibungslos daran vorbei.PD
Hotel de Russie Rom
Platz 9 (Vorjahr: 10): Hotel de Russie, Rom Der neunte Platz geht an die römische Niederlassung der Rocco Forte Hotels. Hier checkt man nicht ein, hier kommt man an. Und der Luxus ist nicht zu Schau gestellt, sondern dem Gast selbstverständlich als Bühne seines Auftritts, als Kulisse seiner Inszenierung überlassen. Die Zimmer sind frei von lauten Signalen und bieten dem Gast alles, was er braucht, aber nichts Unsinniges darüber hinaus. Eingerichtet wurden sie von Olga Polizzi, der Schwester von Sir Rocco. Die Lage bei der Piazza del Popolo und zu Füssen des Stadtparks Villa Borghese ist super. Wer einigermassen fit ist, kann sämtliche Sehenswürdigkeiten Roms zu Fuss erreichen. Das Problem ist nur: Wer einmal im Hotel de Russie angekommen ist, will eigentlich gar nicht mehr raus. Der «Giardino segreto» im Innenhof ist zu schön. Man sitzt unter Palmen und Eiben und es duftet nach Rosen, Jasmin, Zitrusfrüchten, Rosmarin und Lavendel. Die Terrassen der beiden Restaurants und der Hotelbar sind Teil des berauschenden Grüns. Wenn doch nur… die vielen Veranstaltungen und Hochzeiten nicht wären – nicht immer kommt man als Individualgast reibungslos daran vorbei.PD
Orania.Berlin
Platz 10 (Vorjahr: 18): Orania.Berlin, Berlin Es gibt in der Luxushotellerie zu viel vom Gleichen. Häuser, die neue Wege gehen und den Mut haben, anders zu sein, sind selbst in den dynamischen Metropolen rar. Das «Orania» ist eine dieser überraschenden Ausnahmeerscheinungen. Als das Fünfsternehotel 2017 in einem Jugendstilgebäude in Kreuzberg eröffnete, war der Widerstand vieler Anwohner gross. Doch davon liess sich das junge Direktionspaar Jennifer und Philipp Vogel nicht entmutigen. Zusammen mit Dietmar Müller-Elmau, dem Vordenker der europäischen Hotelwelt, zogen sie einfach das durch, was ihnen richtig erschien – so authentisch und überzeugend, dass das «Orania» inzwischen unter den Top Ten figuriert. Das lässig elegante Stadthotel zelebriert die Neighborhood, zumindest die kultiviert-kreativen Aspekte davon, und eigentlich braucht man gar nicht aus dem Haus zu gehen, um den Puls des lebendigen Quartiers zu spüren. In der grossen Lobby-Lounge mit Blick auf den Oranienplatz glaubt man für die Dauer seines Aufenthalts, Teil von Berlin und dessen multikultureller Community zu sein. Eine Besonderheit sind die regelmässigen Jazz-, Pop- und Word Music-Konzerte von namhaften, in Berlin wohnhaften Künstlern. Auch an normalen Abenden spielt zumindest ein exquisiter Pianist. Die Stimmung ist oft magisch, und es ergeben sich zwanglos Begegnungen mit anderen Gästen. Die urbane Dependance von Schloss Elmau ist cool wie ein Miles-Davis-Song und zugleich so gemütlich wie ein familiäres Gästehaus. Von der Einrichtung der 41 schlicht-schönen Zimmer über das Restaurant mit den lustvoll zubereiteten Sharing-Gerichten bis zum ruhigen Salon im Dachgeschoss ist alles von einer Aura der guten Laune ergriffen. Nichts ist überspannt im «Orania» – schon gar nicht der Service: «Wir kommunizieren auf Augenhöhe mit dem Gast und nicht, als wäre er König», sagt Jennifer Vogel. Wenn doch nur… die klassischen Berliner Highlights etwas fussläufiger am Hotel lägen.PD
Orania.Berlin
Platz 10 (Vorjahr: 18): Orania.Berlin, Berlin Es gibt in der Luxushotellerie zu viel vom Gleichen. Häuser, die neue Wege gehen und den Mut haben, anders zu sein, sind selbst in den dynamischen Metropolen rar. Das «Orania» ist eine dieser überraschenden Ausnahmeerscheinungen. Als das Fünfsternehotel 2017 in einem Jugendstilgebäude in Kreuzberg eröffnete, war der Widerstand vieler Anwohner gross. Doch davon liess sich das junge Direktionspaar Jennifer und Philipp Vogel nicht entmutigen. Zusammen mit Dietmar Müller-Elmau, dem Vordenker der europäischen Hotelwelt, zogen sie einfach das durch, was ihnen richtig erschien – so authentisch und überzeugend, dass das «Orania» inzwischen unter den Top Ten figuriert. Das lässig elegante Stadthotel zelebriert die Neighborhood, zumindest die kultiviert-kreativen Aspekte davon, und eigentlich braucht man gar nicht aus dem Haus zu gehen, um den Puls des lebendigen Quartiers zu spüren. In der grossen Lobby-Lounge mit Blick auf den Oranienplatz glaubt man für die Dauer seines Aufenthalts, Teil von Berlin und dessen multikultureller Community zu sein. Eine Besonderheit sind die regelmässigen Jazz-, Pop- und Word Music-Konzerte von namhaften, in Berlin wohnhaften Künstlern. Auch an normalen Abenden spielt zumindest ein exquisiter Pianist. Die Stimmung ist oft magisch, und es ergeben sich zwanglos Begegnungen mit anderen Gästen. Die urbane Dependance von Schloss Elmau ist cool wie ein Miles-Davis-Song und zugleich so gemütlich wie ein familiäres Gästehaus. Von der Einrichtung der 41 schlicht-schönen Zimmer über das Restaurant mit den lustvoll zubereiteten Sharing-Gerichten bis zum ruhigen Salon im Dachgeschoss ist alles von einer Aura der guten Laune ergriffen. Nichts ist überspannt im «Orania» – schon gar nicht der Service: «Wir kommunizieren auf Augenhöhe mit dem Gast und nicht, als wäre er König», sagt Jennifer Vogel. Wenn doch nur… die klassischen Berliner Highlights etwas fussläufiger am Hotel lägen.PD

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