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Das Ausmass des Schadens im Greensill-Skandal wird langsam klarer. In den Lieferketten-Fonds sind Luftbuchungen in Milliardenhöhe.
Die Protagonisten (im Uhrzeigersinn): CEO Thomas Gottstein und seine Risikochefin Lara Warner stehen in der Kritik: Kundengelder wurden im grossen Stil in die riskanten Fonds aus der Finanzboutique von Lex Greensill gepumpt. Statt auf greifbaren Werten basieren sie zum erheblichen Teil auf unsicheren Forderungen gegenüber dem britisch-indischen Stahlunternehmer Sanjeev Gupta.
Keystone/Bloomberg/ZVG/Attila CsaszarAbstehende Ohren, etwas knollige Nase – Lex Greensill sieht aus wie eine Figur aus einem Harry-Potter-Film, die man versehentlich in einen Anzug gesteckt hat. Wie war es möglich, dass dieser Mann weltweit die Finanzwelt foppen konnte und ihm die Credit Suisse zehn Milliarden an Geldern ihrer besten Kunden anvertraute?
Das Drama um den australischen Bauernsohn, der sich zum Banker wandelte, entwickelt sich zu einem der grössten Skandale seit der Finanzkrise. Die Rekonstruktion anhand der fünf zentralen Schauplätze – Zürich, Bundaberg in Australien, Bremen, Tokio und London – zeigt, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist. Denn aufgewischt werden die Trümmer in Zürich – dort platzte die Bombe im März.
Schauplatz Zürich: Credit-Suisse-Filiale am Paradeplatz.
ZVG2017 wurden die riskanten Lieferketten-Fonds von Asset Manager Michel Degen und seinem Team lanciert.
ZVGVon Spartenchef Eric Varvel wurden die Fonds auch Ende 2020 noch angepriesen, als in Deutschland bereits Untersuchungen der Aufsichtsbehörden liefen.
BloombergPräsident Urs Rohner, dessen Amtszeit am 30. April abläuft, hat eine interne Untersuchung angeordnet – unterstützt durch die Prüffirma Deloitte.
Keystone
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