Der Chef der Migros ZΓΌrich, JΓΆrg Blunschi, gilt als Dynamo des Detaihandels. Nicht nur in seiner Genossenschaft gibt er den Takt vor, sondern auch ausserhalb seines Reviers. Der Β«Ausland-Pionier der MigrosΒ» (Β«NZZΒ») kaufte die deutsche Biokette Tegut und stieg mit der Marke Elements in den deutschen Premium-Fitnessmarkt ein. Eine erste Filiale (Slogan: Β«Swiss up your lifeΒ») wurde in MΓΌnchen erΓΆffnet. Doch so einfach ist der Roll-out nicht. AngekΓΌndigt war die ErΓΆffnung des zweiten MΓΌnchner Studios an der Siemensallee diesen FrΓΌhling, nun wird es Herbst. Migros-Sprecher Rolf Fuchs: Β«Infolge von BauverzΓΆgerungen hat sich die ErΓΆffnung auf Mitte September verschoben.Β»
Verantwortlich ist nicht die Migros, weil sie bloss eingemietet ist. Derzeit habe man fΓΌr die Siemensallee bereits ΓΌber 600 Abos verkauft, heisst es bei Elements. Noch nicht auf Touren ist dagegen das erste Elements-Studio an der DonnersbergerbrΓΌcke in MΓΌnchen, das letzten November die Tore ΓΆffnete. Derzeit habe das Studio bloss 1200 Mitglieder, geplant seien aber 3000 gewesen, wird in MΓΌnchen berichtet. Fuchs zur Kundenzahl: Β«Wir sind mit der Nachfrage zufrieden. Der Abo-Verkauf und die Entwicklung entsprechen den Erwartungen.Β»
Elements fokussiert auf eine High-End-Kundschaft, die sich gerne im Spa rΓ€kelt. Um ein Fitnessstudio aber rentabel betreiben zu kΓΆnnen, ist gemΓ€ss Branchenkennern ein Mitglied pro Quadratmeter notwendig. Bei der Elements-FlΓ€che von 4000 Quadratmetern wΓ€ren dies 4000 Kunden je Studio.
Zur Optimierung der Expansion ist nun die Beratungsfirma Inline engagiert. Fuchs: Β«Inline schult unser Personal bezΓΌglich Vertrieb/Verkauf.Β»
Die PlΓ€ne von Migros-ZΓΌrich-Chef Blunschi sind ambitiΓΆs. Bis Anfang 2015 sind in Deutschland acht Elements-Studios geplant, Investitionsbedarf: 22 Millionen Franken.