In diesen Schweizer Städten lebt es sich am besten
Unter den lebenswertesten Städten der Schweiz sind Zürich, Zug, Luzern und Bern wieder top. Aber es gibt auch Überraschungen.
Maren Meyer,
Florence Vuichard
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Die Beratungsfirma Wüest & Partner hat zum achten Mal untersucht, wo es sich am besten leben lässt. Das Ranking liegt der «Bilanz» exklusiv vor. Das ist die Top Ten:
Collage: BilanzRMSPlatz 10: LausanneDie Stadt am Genfersee holte in diesem Jahr unter anderem beim Arbeitsmarkt und im Bereich Erholung und Soziales auf. (Vorjahr Platz 10).
Bild: Flickr/CC/Cristian BortesRMSPlatz 9: GenfGegenüber dem Vorjahres-Ranking verbesserte sich Genf unter anderem beim Thema Arbeitsmarkt und Wohnen, an Boden verloren hat die Stadt unter anderem bei der Einkaufsinfrastruktur (Vorjahr Platz 9).
Bild: Flickr/CC/Dennis JarvisRMSPlatz 8: St. Gallen Beim Indikator Besonderheiten verbesserte sich St.Gallen in der Rangliste gegenüber dem Vorjahr. In puncto Gesundheit und Sicherheit liess sie unter anderem nach (Vorjahr Platz 8).
Bild: Flickr/CC/Nelson MinarRMSPlatz 7: BaselUm einen Platz nach unten ging es für Basel. Unter anderem bei den Indikatoren Kultur und Freizeit sowie Erholung wurde sie niedriger eingestuft als im Vorjahr.
Bild: KeystoneRMSPlatz 6: AarauEinziger Neueinstieg in die Top Ten der «Bilanz»-Rangliste ist Aarau. Die Aarauer heben das für eine Kleinstadt breite Kulturangebot hervor sowie all die eidgenössischen Grossevents, die jüngst hier stattfanden oder noch stattfinden werden (Vorjahr Platz 11).
Bild: KeystoneRMSPlatz 5: BernDie Stadt profitiert von den relativ stabilen Arbeitsplätzen in der Bundesverwaltung und den staatsnahen Betrieben. Weitere Pluspunkte sind das gute Bildungs-, Kultur- und Einkaufsangebot sowie die gute Verkehrssituation (Vorjahr Platz 4).
Bild: Flickr/CC/Dirk HaunRMSPlatz 4: LuzernAuch heuer liegt Luzern einen Rang vor der Bundesstadt, und dies nicht nur wegen der Steuern, sondern auch wegen des höheren Wachstums und der grösseren Erholungsräume (Vorjahr Platz 3).
Bild: Flickr/CC/Dennis JarvisRMSPlatz 3: WinterthurDie häufig unterschätzte Stadt erobert zum ersten Mal einen Podestplatz im Städte-Ranking. Dabei hat sich Winterthur in den letzten Jahren zu einem Kultur- und vor allem auch zu einem Bildungsstandort gemausert (Vorjahr Platz 5).
Bild: Flickr/CC/Patrick NouhaillerRMSPlatz 2: Zug In Zug ist die Steuerbelastung tief, der Arbeitsmarkt ansprechend und die Erreichbarkeit gut (Vorjahr Platz 2).
Bild: Flickr/CC/Patrick NouhaillerRMSPlatz 1: ZürichZürich bleibt die lebenswerteste Schweizer Stadt. Unter anderem beim Thema Mobilität holte die Stadt auf. Eine wesentliche Rolle dürften die im Juni 2014 eröffnete Durchmesserlinie und der Fahrplan 2016 spielen. Der Hauptbahnhof in Zürich ist ein Dreh- und Angelpunkt im Schienenverkehr, wo täglich über 400'000 Personen ein-, aus- und umsteigen.
Bild: Flickr/CC/SnippyHolloWRMS
Zürich ist die attraktivste Stadt der Schweiz, gefolgt von Zug. Das ist das Ergebnis des Städte-Rankings, das «Bilanz» in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Wüest & Partner zum achten Mal erstellt hat. Getestet wurde die Lebensqualität von 162 Städten. Die Immobilienexperten haben dafür elf unterschiedliche Themenindikatoren vom Arbeitsmarkt über das Kulturangebot zur Steuerattraktivität bestimmt.
Zum ersten Mal den Sprung auf das Podest geschafft hat die ehemalige Industriestadt Winterthur. Mit ihrem dritten Rang versetzt sie die erfolgsverwöhnten Konkurrentinnen Luzern und Bern auf die Plätze vier und fünf. «Um in der Topliga mitzuspielen, braucht es eine gewisse Grösse», sagt Patrick Schnorf von Wüest & Partner.
Aarau überflügelt die Lausanne und Co.
Aber es gibt Ausnahmen: Zum Beispiel Aarau auf Rang 6. Die Kleinstadt hat den Sprung in die Top Ten geschafft, ihre Kantonsrivalin Baden aus der Spitzengruppe verdrängt und sogar Basel, St. Gallen, Genf und Lausanne überflügelt. Schlusslicht ist erneut Steffisburg - noch hinter Le Locle, Spiez, Uzwil und Zermatt.
Während also die vorderen Ränge von Grossstädten belegt werden, finden sich auf den hinteren Plätzen schlecht zugängliche Städte oder kleinere Regionalzentren, die mit dem Angebot der Konkurrenz nicht mithalten können. «Auch hier erkennen wir ein Muster», sagt Schnorf. «Die Mobilität ist in der Regel unterdurchschnittlich, der Arbeitsmarkt weniger breit, die Steuern höher.»