Zurich einigt sich mit britische Rivalen Beazley auf Milliarden-Übernahme
Der Versicherungskonzern Zurich will den britischen Konkurrenten Beazley für rund 10,9 Milliarden Dollar übernehmen und damit sein Geschäft mit Spezialversicherungen ausbauen.
Niederlassung von Zurich Insurance in Frankfurt. cash.ch
Wie Zurich am Montag mitteilte, bietet der Konzern den Beazley-Aktionären 1335 Pence je Aktie. Das Angebot setze sich aus einer Barzahlung von 1310 Pence und einer Dividende von 25 Pence je Anteilsschein zusammen. Die beiden Konzerne hatten sich Anfang Februar grundsätzlich auf die finanziellen Eckdaten einer Offerte geeinigt und seitdem die detaillierten Bedingungen ausgehandelt.
Finanziert werden soll die Übernahme durch eine Mischung aus Barmitteln in Höhe von rund drei Milliarden Dollar, neuen Schulden von etwa 2,9 Milliarden Dollar und einer Kapitalerhöhung von rund fünf Milliarden Dollar.
Zurich erwartet bis 2029 jährliche Kosteneinsparungen vor Steuern von rund 150 Millionen Dollar. Zudem rechnet der Konzern mittelfristig mit zusätzlichen Umsatzmöglichkeiten von mehr als einer Milliarde Dollar pro Jahr. Die kombinierten Bruttoprämien der beiden Unternehmen bei Spezialversicherungen beliefen sich auf rund 15 Milliarden Dollar.
Die Transaktion soll sich vom ersten Jahr an positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken. Der Zukauf dürfte Zurichs Bemühungen, die Finanzziele für den Zeitraum 2025 bis 2027 zu übertreffen, beschleunigen.
Die Dividendenpolitik bleibe unverändert, hiess es weiter. Der Abschluss der Transaktion werde für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erwartet und stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichts- und Kartellbehörden.