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Auf der Tonspur des Geldes

Wirtschaft in den Texten der Popmusik

Im Pop wird viel über Liebe gesungen – aber auch das Thema Geld kommt nicht zu kurz. Das sind die besten Money-Songs.

Andreas Güntert

<p>Für Loredana, Luzerner Rapperin mit kosovarischen Wurzeln, ist nur etwas schöner als Geld. Luxus herzeigen und in Songtexten lobpreisen.</p>

Für Loredana, Luzerner Rapperin mit kosovarischen Wurzeln, ist nur etwas schöner als Geld. Luxus herzeigen und in Songtexten lobpreisen.

Keystone

Making Love ist beliebter als Making Money. In den Texten der populären Musik gibt es einen starken Love-Bias – die Romanze wird eher beschworen als der Return on Investment. Doch wer Augen und Ohren offenhält, wird merken, dass es in Pop, Rock und Soul, in Country, Schlager und Rap neben der ersten und der enttäuschten Liebe oft auch um Geld- und Wirtschaftsthemen geht. Und um Kapitalismus sowieso.

Man muss nur tief genug in den Lyrics – so werden die Liedtexte auf Englisch genannt – graben.

Kritik am Geld-System in den Sixties

Im Laufe der Zeit hat sich die Art verändert, wie wirtschaftliche Themen in der populären Musik behandelt werden. Einer, der die Tonspur der letzten sechzig Jahre genau verfolgt, ist Moritz Ege. Der Professor für Populäre Kulturen an der Universität Zürich spult zunächst zurück in die Sixties: «Soul und Rhythm and Blues, die in den 60er-Jahren sehr populär waren, hatten ihre Wurzeln auch im Gospel und der kirchlichen Musik, hier liess sich oft eine Kritik am Geld und der Marktwirtschaft heraushören, nicht zuletzt religiös und politisch motiviert.»

Über die Autoren
Andreas Güntert

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