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Voller Furor wollte der langjährige Nestlé-Lenker Klaus Schwab vom Thron stürzen. Doch diesen Machtkampf gegen den WEF-Gründer hat er verloren.
Unterlegen gegen Klaus Schwab: Peter Brabeck (vorn), Børge Brende (Mitte), Thomas Buberl.
kornel.ch für BILANZEs war nicht die ganz grosse Bühne. Als Peter Brabeck vor drei Jahren seine Biografie in der Deutschschweiz vorstellte, fand die Veranstaltung bei Tödisport im wenig mondänen Glarus statt. Der Verkaufsraum des Sportgeschäfts wurde für den einstigen Lenker des weltumspannenden Nestlé-Konzerns umgebaut, der Mann mit dem ewigen Bergsteigerlook sprach vor einem überdimensionierten Lüftungsrohr zwischen Wanderschuhen, Velohelmen und Sporthandschuhen.
«Aufstiege» hatte Brabeck die Selbstbespiegelung seiner beeindruckenden Karriere genannt, und schon die erste Seite war Programm: Auf 22 Zeilen kam zehn Mal das Wort «ich» vor. Es folgte eine 270-seitige Tour durch ein pralles Konzern-Abenteuerleben: Bergsteigen am Mount Everest, Rallye in der Sahara, Cessna in Venezuela, Motorrad in Vietnam, garniert mit obligaten Fotos mit den Mächtigen (von Papst Franziskus bis Angela Merkel) und zeitlosen Managementweisheiten («Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie selber zu gestalten»).
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