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US-Steuerstreit: Schwindende Solidarität für Globallösung

Jeder ist sich selbst der Nächste – so lautet das Motto der Schweizer Banken im US-Steuerstreit. Der Finanzplatz manövriert sich ins Abseits.

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Der Widerstand in der Bankenbranche gegen eine Globallösung im Steuerstreit mit den USA nimmt immer klarere Formen an. Erstmals äussern sich betroffene Banken explizit: «Wir sehen aktuell keinen Grund, uns an einer allfälligen Globallösung mit anderen Banken zu beteiligen», so die Migros-Bank in der BILANZ. Ebenfalls ablehnend äusserte sich Clientis, die Vereinigung der Schweizer Regionalbanken: Er fühle sich «wenig motiviert, für andere die Kohlen aus dem Feuer zu holen», sagt Geschäftsführer Hans-Ulrich Stucki.

Die Bankiervereinigung hat jüngst 300 Schweizer Banken kontaktiert, um einen Verteilschlüssel für einen möglichen Milliardenvergleich mit den USA zu finden. Dabei weigert sich ein Grossteil der Schweizer Kleinkunden- und Hypothekenbanken, die Zahlung mitzufinanzieren. Die betroffenen elf Banken, die sich im Visier der US-Behörden befinden, setzen derweil auf Einzelverhandlungen, um sich mit individuellen Settlements frei zu kaufen.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «BILANZ», ab Mittwoch am Kiosk.

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