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Tamedia mit Gewinnsprung und neuem Chef

Wird 2013 neuer Tamedia-CEO: Christoph Tonini

Der Medienkonzern Tamedia hat das beste Halbjahresergebnis der letzten zehn Jahre erwirtschaftet. In den Zahlen zeigt sich auch die zunehmende Bedeutung digitaler Medien für das Verlagshaus.

Veröffentlicht 31.08.2011

Der Medienkonzern Tamedia hat sein Ergebnis sprunghaft verbessert. Das lag zu einem grossen Teil aber auch an der Übernahme des Westschweizer Verlagshauses Edipresse. Der Umsatz kletterte um 55,1 Prozent auf 558,9 Millionen Franken. Der Gewinn wuchs noch stärker: um 67 Prozent auf 87,7 Millionen Franken.

Es sei das beste Halbjahresergebnis der letzten zehn Jahre, teilte Tamedia mit. Unternehmenschef Martin Kall werde seine Aufgabe Anfang 2013 an seinen bisherigen Stellvertreter und FInanzchef Christoph Tonini übergeben und sich beruflich neu ausrichten. Kall, der sei April 2002 die Unternehmensleitung inne hat, solle auf diesen Zeitpunkt hin in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Digital auf dem Vormarsch

Die neu eingeführte Segmentberichterstattung verdeutliche die zunehmende Bedeutung der digitalen Medien, hiess es weiter. Der externe Umsatzanteil des wachstumsstarken Geschäftsfeldes Digital sei gegenüber dem Vorjahr von 9,5 auf 11,0 Prozent gestiegen. Die Umsätze der meisten Zeitungen entwickelten sich stabil, während der Werbedruck nur noch leicht stieg.

Die nicht weitergeführten Bereiche erzielten noch einen Gewinn von 0,3 Millionen Franken. Zu ihnen gehören die TV-Sender TeleBärn und TeleZüri, die gemäss Ankündigung von vergangener Woche an die Aargauer AZ Medien verkauft werden.

(laf/rcv/sda/awp)

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