Nein, das Lucerne Festival bringt diesen Sommer nicht alle Werke von Mozart», witzelte Intendant Michael Haefliger am Fundraising-Dinner in der New Yorker Carnegie Hall.

Das Sommerfestival werden Maestro Claudio Abbado und sein Lucerne Festival Orchestra mit Mozart, aber auch mit Mahlers 6. Sinfonie eröffnen. Den amerikanischen Freunden des Lucerne Festival kündigte Haefliger zahlreiche verlockende Leckerbissen in Luzern an und Konzerte mit Abbado und dessen fabelhaftem Orchester 2007 in New York. Ob dies die Grosszügigkeit förderte? 260 000 Dollar wurden für das Lucerne Festival gespendet. James Schiro, CEO der Zurich FS und Vizepräsident der Friends of Lucerne Festival, und Michael Haefliger freuten sich riesig.

Unter den Gästen war Hedge Fund Wizard und Musik-Mäzen Bruce Kovner. Er hat vor kurzem der Juilliard School in New York, die er präsidiert, eine riesige Schenkung gemacht: Manuskripte und Autografen von Chopin, Beethoven und Bach. Fotografieren durfte man den pressescheuen Mäzen aber nicht.

Keine Vorbehalte gab es beim Empfang in der gastfreundlichen Residenz von Raymond Loretan, Schweizer Botschafter in New York, der seine Rede gar singend belebte.

Klaus Schwab, der in New York die Eröffnung eines Büros des Weltwirtschaftsforums für Nordamerika feierte, hatte die Ehre, zum Handelsschluss die Glocke der US-Börse Nasdaq zu läuten. «Eigentlich habe ich bloss auf einen Knopf gedrückt», erzählte der Gründer und Präsident des WEF auf dem Rückflug nach Genf.

Nicht musikalisch, aber mit einer in Indien neu gezüchteten weissen Rose wurde die ehemalige US-Botschafterin Faith Whittlesey im Union League Club in New York geehrt. Für die Taufe der Rose auf den Namen Faith Whittlesey kamen Rosenfreunde aus den ganzen USA angereist. Faith Whittlesey wird als Chairman der American Swiss Foundation mit Präsidentin Patricia Schramm im Juni die Young Leaders Conference in der Schweiz leiten, deren Hauptsponsorin, nach der UBS im Vorjahr, dieses Jahr die Credit Suisse Group ist.

Auf den Spuren der UBS-Werke im MoMA waren Jacqueline Moeri, Partner, und Christian König, VR-Delegierter, beide Farner PR. Omnipräsent war die UBS in New York mittels Werbung. Fast an jeder Strassenecke sah man einen Wimpel mit dem Aufdruck «NYC Arts & Culture» samt dominantem UBS-Signet.

An der Vernissage der Holbein-Ausstellung im Kunstmuseum Basel wurde Daniel Vasella, Chef von Novartis, begrüsst. Novartis ermöglichte zusammen mit Co-Sponsorin Credit Suisse die fabelhafte Ausstellung. Unter den Gästen war auch der bekannte Galerist, Auktionator und Kunstsammler Eberhard Kornfeld, der zwar in Bern wohnt, aber dem Kunstmuseum seiner Geburtsstadt Basel seine Rembrandt-Sammlung vermachte.

In Luzern eröffnete Intendant Michael Haefliger das Osterfestival mit … Mozart! Mit einem vom elfjährigen Wolfgang komponierten Singspiel. Wie er das in diesem Alter geschaffen haben konnte, sei ihm unerklärlich, gestand Dirigent Nikolaus Harnoncourt. Der 76-jährige Harnoncourt leitete das Orchester mit enormer Vitalität und hielt sein Versprechen. «Es wird kein lauer Abend, lau ist etwas Scheussliches, die mieseste Eigenschaft überhaupt», hatte er einleitend gesagt.

Trotz lauer Erbauungsverse verführte der Weltgeist des geistlichen Singspiels zu fröhlich-sinnlichen Genüssen. Beim Stehbuffet vereinbarten Milchbaron Theo Müller und Michael Haefliger, die beide Geige spielen, gar gut gelaunt ein gemeinsames Violine-Duett an der Zürcher Goldküste.

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