Anfang August war für die 1083 Mitarbeitenden von Kuoni Schweiz wieder Begrüssungstag: Thomas Goosmann, der neue CEO, nahm die Arbeit an der Neuen Hard auf. Er ist der fünfte Schweiz-Chef innert sieben Jahren. Das Karussell drehte sich ab 2005. Damals setzte sich Thomas Stirnimann, der Bald-CEO der Hotelplan-Gruppe, nach 27 Jahren Kuoni ab. Er hatte beim Reisekonzern auf den obersten Sessel aspiriert, kam aber nicht zum Zug. Auf Stirnimann folgte Roberto Luna, der den Posten 2007 nach einer Reorganisation ­wieder verliess.

Viel Wirbel. Darauf übernahm Stefan Leser die Verantwortung für das Schweiz-Geschäft und sorgte mit vielen Ideen und Marketing für Wirbel. Doch bevor man sein Wirken in der krisengeplagten Schweiz nachhaltig messen konnte, zog der smarte Bayer eine Abteilung weiter. Seit Oktober 2011 führt er die aufstrebende Sparte Emerging Markets & Specialists. Das Schweiz-Geschäft wurde daraufhin der Mega-Division von Europa-Chef Leif Larsen angehängt, der wie Leser Mitglied der Konzernleitung ist. Der Däne war wenig erfolgreich. Dieses Jahr dürfte «die Schweiz» in die roten Zahlen rutschen.

Nicht zuletzt deshalb und weil Larsen derzeit privat schwer belastet ist, hat das Schweiz-Geschäft mit Thomas Goosmann wieder einen eigenen CEO bekommen. Er muss möglichst rasch die Kosten senken und gibt sich zuversichtlich: «Da gibts noch kreativen Spielraum.» Mittlerweile ist die Zahl der Filialen in der Schweiz von 100 auf 92 reduziert worden.

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