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Sergio Ermottis Kür zum Swiss-Re-Präsidenten war sorgfältig eingefädelt

Lange geplant: Wie UBS-Chef Sergio Ermotti zum Nachfolger von Langzeit-Präsident Walter Kielholz wurde.

Dirk Schütz

Sergio Ermotti, chief executive officer of UBS Group AG, gestures as he speaks during a Bloomberg Television interview on day three of the World Economic Forum (WEF) in Davos, Switzerland, on Thursday, Jan. 23, 2020. World leaders, influential executives, bankers and policy makers attend the 50th annual meeting of the World Economic Forum in Davos from Jan. 21 - 24. Photographer: Simon Dawson/Bloomberg

Cash only: Als Swiss-Re-Präsident bezieht Sergio Ermotti sein 3,8-Millionen-Honorar komplett in bar – in unsicheren Börsenzeiten ein Asset.

Bloomberg

Es war ein erstes Signal nach aussen. «Irgendwann gehe ich sogar», sagte Swiss-Re-Präsident Walter Kielholz im August letzten Jahres im BILANZ-Interview. Dass die Nachfolgesuche da schon sehr weit fortgeschritten war, verschwieg der Patron lieber.

Kielholz, seit rekordverdächtigen 22 Jahren Mitglied des Swiss-Re-Verwaltungsrats, hatte bereits ein Jahr zuvor mit dem erfahrenen Headhunter und HSG-Freund Bjørn Johansson diverse Szenarien durchgespielt. Doch es gab ein Problem: Der Konzern hatte nicht einmal ein Nominierungskomitee.

Also wurde es neu gegründet – und als Vorsitzenden kürte Kielholz den Mann, der einmal als sein Nachfolgekandidat gehandelt wurde, bei Amtsantritt aber mit 65 Jahren aus Altersgründen nicht mehr in Frage kam: Vizepräsident Renato Fassbind. Der Ausschuss wurde komplettiert durch Novartis-Präsident Jörg Reinhardt und die Verwaltungsräte Jacques de Vaucleroy und Susan Wagner.

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Dirk Schütz
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